Spar eröffnet Edel-Filiale in Wiener Bankhaus

Der schönste Supermarkt der City eröffnet nun im denkmalgeschützten Bankhaus am Schottentor in Wien. Für die Kunden gibt es auch ein Restaurant. 

"Spar statt Sparbuch", heißt es ab sofort in der ehemaligen Zentrale des Wiener Bankvereins am Schottentor 6-8 in der Wiener City. Interspar eröffnet hier den neuesten Hypermarkt, Kunden können ab Mittwoch einkaufen. Schon am Dienstag gab es ein Soft-Opening mit den Spar-Chefs Markus Kaser, Johannes Holzleitner und Bürgermeister Michael Ludwig.

Über drei Jahre wurde geplant und umgebaut, die denkmalgeschützten Räume wurden sorgfältig adaptiert. Neu ist auch das Mezzanin, das erste à la carte Restaurant von Interspar, mit Angeboten vom Frühstück bis zum Dinner. 160 neue Arbeitsplätze wurden im Haus am Schottentor geschaffen. Die Spar-Gruppe investierte über 10 Millionen Euro in den Ausbau des Standorts.

"Jeder soll hier einkaufen"

"Wir haben in diesem besonderen Gebäude die besten Lebensmittel aus unserem Sortiment und unsere kompetentesten Mitarbeiter zusammengeführt. Entstanden ist hier im Interspar am Schottentor die Genussattraktion im Herzen Wiens", so  Spar-Vorstand Markus Kaser zum 76. Interspar-Standort in Österreich. Auf 1.770 m² Verkaufsfläche gibt es Lebensmittel für den täglichen Einkauf und natürlich auch besondere Spezialitäten aus Österreich und der ganzen Welt. Auch in dem noblen Ambiente der denkmalgeschützten Kassenhalle gelten dieselben Preise wie in allen anderen Interspar-Filialen. "Der Standort soll kein Luxus-Standort sein", so Kaser. "Jeder soll hier einkaufen können." 

Bürgermeister begeistert

"Der Standort ist wirklich einmalig", so Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SP). "Es wurde sehr sensibel mit dem Architekturjuwel umgegangen." Der Konzern bildet in Wien 380 Lehrlinge aus, hat 6.000 Mitarbeiter. "Spar zählt zu den größten Ausbildern und ist einer der größten Arbeitgeber überhaupt. Das hat eine zentrale Bedeutung", so Ludwig. "Corona war für alle eine große Herausforderung. Die wichtige Versorgungsinfrastruktur wurde aufrechterhalten", so Ludwig. "Besonders freut es mich, viele Wiener Spezialitäten, vom Cobenzl-Wein über Gegenbauer Essig bis zu den Früchten der Wiener Gärtner, hier zu finden. Diese Vielfalt im ersten Bezirk trägt einmal mehr dazu bei, dass Wien die lebenswerteste Stadt der Welt bleibt."

Spezialitäten und S-Budget

"Wir möchten mit unserem neuen Interspar am Schottentor alle Menschen in der direkten Umgebung ansprechen. Das zeigt sich auch im Sortiment. Wir führen Produkte von S-Budget ebenso wie exklusive Champagner", so Johannes Holzleitner, Interspar-Österreich-Geschäftsführer. "Für den Markt am Schottentor wurden die besten Lebensmittel aus dem Sortiment und von Spar-Gourmet kombiniert." Im Oktagon, dem Mittelpunkt des historischen Gebäudes, werden saisonal wechselnde Spezialitäten präsentiert – beginnend mit "Italien am Schottentor".

Erstes "A la carte"-Restaurant

Interspar ist mit 80 Gastronomie-Betrieben einer der größten Gastronomen Österreichs. Das Mezzanin im Haus am Schottentor ist mit keinem davon vergleichbar. "In diesem besonderen Ambiente haben wir uns erstmals für ein à la carte Restaurant mit Bedienung entschieden. Wir verwöhnen unsere Gäste mit klassisch österreichischer Küche, modern und kreativ interpretiert, mit regionalen wie saisonalen Highlights. Und wir bespielen die 86 Sitzplätze den ganzen Tag – vom Frühstück bis zum Dinner", so Michaela Kaspar, stellvertrendende Interspar-Chefin, verantwortlich für die Gastronomie. 

Abholen an der Rezeption

Zentrale Stelle für alle Kundenfragen und Serviceleistungen ist die Rezeption in der Eingangshalle. Dort können Bestellungen für das Partyservice getätigt werden. Online bestellte Haushalts-Produkte, die aus Platzmangel nicht im Markt angeboten werden können oder exklusive Weine, die online oder im Markt bestellt wurden, können hier abgeholt werden.

Events im Markt geplant 

"Sobald es die Covid-Sicherheitsbestimmungen wieder zulassen, planen wir auch Veranstaltungen in unserem neuen Haus. Wein-Verkostungen mit heimischen Winzergrößen gemeinsam mit unserem Diplom-Weinakademiker vor Ort, ein Kennenlernen unserer Exklusivlieferanten wie Paradaiserkaiser Erich Stekovics oder Kochkurse sind geplant", so Interspar-Geschäftsführer Johannes Holzleitner.

Historisches Haus

Das Gebäude des Wiener Bankvereins begeisterte bei seiner Eröffnung am 16. August 1912 Bevölkerung und Fachleute gleichermaßen. Eleganz, Modernität und gleichzeitig ein solides wirtschaftliches Fundament repräsentiert dieses von Anselm von Rothschild geplante Gebäude. Es gilt als ein Musterstück des Historismus und war prägend für viele weitere Bankgebäude in Wien und ganz Europa. Die Bank Austria schloss erst 2016 den Bankbetrieb in der Schottengasse 6-8. Der Immobilienentwickler PEMA ließ die Räume in mühevoller Detailarbeit aufwändig restaurieren. Interspar erhielt den Zuschlag für die Umsetzung eines Lebensmittel-Marktes mit Gastronomie in der zentralen Kassenhalle.

"Im Vergleich zu unserem ersten Besuch ist die Kassenhalle heute nicht wieder zu erkennen. Wo früher fehlende Beleuchtung und dicke Staubschichten den Blick verwehrten, glänzt heute die über hundert Jahre alte Dekoration mit ihren Atlanten, Glasfenstern und Ornamenten wieder", so Spar-Vorstand Markus Kaser. In enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt haben PEMA und Interspar nachträgliche Einbauten entfernt, Beschädigungen aufwändig restauriert und den historischen Zustand wiederhergestellt.

Liebevolle Detailarbeit

Über hundert Restaurateurinnen und Restaurateure arbeiteten im Gebäude. Für die notwendigen Installationen eines Supermarktes wurde ein optisch identer zweiter Boden über dem historischen Marmor eingezogen, in dessen Zwischenraum alle Versorgungsleitungen liegen. Keine der nachträglichen Einbauten im denkmalgeschützten Bereich ist mit den Mauern verbunden. "Der gesamte Gebäudekomplex wurde auf die spezifischen Anforderungen und Abläufe eines Bankgebäudes hin konzipiert. Verändert sich die Nutzung eines Bauwerks, so ist es wichtig die aktuellen Bedürfnisse mit dem denkmalgeschützten Objekt in Einklang zu bringen. Durch den engen Austausch zwischen dem Bundesdenkmalamt und Interspar konnte ein modernes Einkaufserlebnis in einmaliger historischer Atmosphäre geschaffen und ein gelungenes Gesamtprojekt realisiert werden", so Katharina Roithmeier, Projektleiterin des Bundesdenkmalamts. Jedes Regal und jede Kühltheke wurden extra an die Maße dieses Standorts angepasst. Insgesamt investierte Interspar über 10 Millionen Euro in den Innenausbau. Die Miete für die Kassenhalle wird übrigens nicht verraten. 

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