Sparen beim Heeresspital: Nur mehr 25 Betten

Dem Heeresspital in Wien-Stammersdorf droht der Kollaps. Die Bettenzahl und der Personalstand sollen massiv reduziert werden. Der Spitalsauftrag sei dann nicht mehr zu erfüllen, warnt die Gewerkschaft.

Dem  Heeresspital in Wien-Stammersdorf  droht der Kollaps. Die Bettenzahl und der Personalstand sollen massiv reduziert werden. Der Spitalsauftrag sei dann nicht mehr zu erfüllen, warnt die Gewerkschaft.

Das Krankenhaus hat 177 Betten. Durch die Umstrukturierung ("Sanitätszentrum Ost") fallen 152 weg. Verloren gehen auch Jobs: Künftig soll es 67 statt 95 Offiziere geben, 77 statt 102 Unteroffiziere und 52 statt 102 Chargen. Folge: Von drei Ärzten und drei Diplompflegern pro Nacht wird auf "eins plus eins" reduziert.

Die unter Ex-Minister Darabos (SP) angekündigten 25 Prozent würden damit weit überschritten. "Mit diesen Einschnitten ist die medizinische Qualität nicht mehr aufrechtzuerhalten", so Christian Nemetz (Bundesheergewerkschaft). Aus dem Büro von Minister Klug heißt es: "Wir setzen mit der Maßnahme eins zu eins die Rechnungshofempfehlungen um."

(bob)

Ist der Gürtel so eng, dass bald die Luft ausgeht?

Das Heer betont: "Wir sind bei den Sparvorgaben für 2014 und 2015 gut im Plan." Und dann? Es droht der Finanzkollaps, warnt Minister Klug.

Das Heer braucht Ersatz für die Saab 105 OE. Gibt es keinen, funktioniert die Luftraumüberwachung nicht mehr, so Klug in der "Krone". Statt 18 sind schon jetzt nur zwölf Eurofighter-Piloten im Einsatz.
Die neun Black-Hawk-Hubschrauber des Heeres brauchen dringend ein Update. Wird gespart, gibt es keines. Die geplante Anschaffung weiterer Helis fällt aus.
Andreas Putz, Leiter der Luftunterstützung, warnte: Wird weiter gespart, könnten Hilfseinsätze bedroht sein.
Schon jetzt werden Feiern (z.B. Bälle, Paraden) abgesagt. Im Herbst präsentiert der Generalstab weitere Sparpläne.

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