Sparer bangen: Gold- und Silberpreis stürzte ab

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Allein in den Krisenjahren 2008 bis 2010 kauften heimische Sparer bei der Münze Österreich knapp 82 Tonnen Gold. Jetzt das Fiasko: In nur zwei Handelstagen verlor das begehrte Edelmetall mehr als 13 % an Wert, der Silberpreis brach um bis zu 15 % ein. Leichte Erholung ist aber in Sicht.

Allein in den Krisenjahren 2008 bis 2010 kauften heimische Sparer bei der Münze Österreich knapp 82 Tonnen Gold. Jetzt das Fiasko: In nur zwei Handelstagen verlor das begehrte Edelmetall mehr als 13 % an Wert, der Silberpreis brach um bis zu 15 % ein. Leichte Erholung ist aber in Sicht.

Analysten der deutschen Commerzbank sprechen von "panikartigem Ausverkauf", ein anderer Experte ortet ein "Massaker an den Rohstoffmärkten". Fakt ist: Seit Freitag verlor Gold mehr als 13 % an Wert. Eine Feinunze (31,10 Gramm) kostete Montag zeitweise nur noch 1.357 US-Dollar - nach einem Allzeithoch von 1.920 $ (6. September 2011).

Edelmetall-Höhenflug vorbei?

Parallel dazu brach der Silberpreis um 15 % ein. Was das für Sparer bedeutet: Wer vor 10 Jahren 50.000  investierte, erhielt 158 Unzen Gold. Trotz Kurssturzes würde er dafür heute 164.000  kassieren - ein Gewinn von 114.000 ! Anders Anleger, die am Höhepunkt des Goldrausches einstiegen. Sie erhielten am 6. September 2011 für ihr Geld 36,5 Unzen Gold. Der aktuelle Wert (Stand Montag): nur noch knapp 37.800  - und damit ein dramatischer Verlust von 12.200  innerhalb von 19,5 Monaten.

Laut Fachleuten spricht vieles dafür, dass der Edelmetall-Höhenflug vorüber ist. Die Société Generale rief bereits das Ende des Goldzeitalters aus, JP Morgan und Deutsche Bank folgten. Als Grund gilt der sowohl in den USA als auch in Europa steigende Wirtschaftsoptimismus, der eine Investition in den "sicheren Hafen" Gold überflüssig macht.

Leichte Erholung am Dienstag

Der Goldpreis hat sich am Dienstag nach den panikartigen Verkäufen der beiden vergangenen Handelstage zumindest wieder etwas erholen können. In der Früh kostete eine Feinunze (etwa 31 Gramm) 1.370,84 Dollar (1.048 Euro). In der vergangenen Nacht war der Goldpreis noch zeitweise auf 1.322,43 Dollar abgerutscht und damit auf den tiefsten Stand seit etwa drei Jahren.

"Die erste große Panik ist raus", kommentierte Experte Thorsten Proettel von der Landesbank Baden-Württemberg die leichte Preiserholung am Goldmarkt. Allerdings sei jetzt das Vertrauen der Anleger in das gelbe Edelmetall beschädigt. "Der Nimbus ist angekratzt".

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