Steht in deutschen Volksschulen bald Türkisch auf dem Stundenplan der Kinder? Wenn es nach Tayfun Keltek gehen würde, dann schon.
Der Vorsitzende des Integrationsrates in Nordrhein-Westfalen findet nämlich, dass man die Sprachauswahl an den Schulen neu überdenken müsse. Die Kinder würden nämlich türkisch, russisch und polnisch sprechen. "Für die deutschen Kinder wäre es einfacher, sie würden diese Sprachen erlernen. Und die Kinder mit Migrationshintergrund hätten mehr Zeit, sich auf das Deutsche zu konzentrieren", so Keltek gegenüber dem Kölner "Stadt-Anzeiger".
Mit der Forderung stößt er nun auf heftigen Gegenwind. So meint Lina Teuteberg, migrationspolitische Sprecherin der FDP, gegenüber "Bild", dass die Beherrschung der deutschen Sprache eine wichtige Notwendigkeit für Bildungschancen sein.
Auch Josef Kraus vom Deutschen Lehrerverband meint, dass der Vorschlag nichts zur Integration beitragen würde. "Wir bekommen sonst noch mehr Parallelgesellschaften. Wir leben in Deutschland und nicht in der Türkei", so Kraus gegenüber "Bild".
(slo)