May laut Medienberichten vor Rücktritt

In sozialen Netzwerken verdichten sich die Anzeichen auf einen baldigen Rücktritt der britischen Premierministerin Theresa May.
Medienberichten zufolge könnte die britische Premierministerin Theresa May unmittelbar vor ihrem Rücktritt stehen. Der "Sky News"-Journalist Jon Craig berichtet unter Berufung auf einen hochrangigen Abgeordneten, dass Mays Tage als britische Regierungschefin noch heute gezählt seien.

Wenig später schrieb auch ein Journalist der "Daily Mail" via Kurznachrichtendienst, dass May für den Abend eine Erklärung plane. Beide Informationen dürften sich nach neuen Erkenntnissen nicht bewahrheiten.



CommentCreated with Sketch.4 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Die fehlende Zustimmung zu ihrem "Brexit-Deal" mit der EU könnte das Ende Mays besiegeln. Das britische Unterhaus, vergleichbar mit unserem Nationalrat, hat Mays Deal in mehreren Abstimmungen eine Abfuhr erteilt.

Berichte, wonach May noch für heute Abend eine Erklärung plane, wurden bis dato von der Downing Street nicht bestätigt.



In die Spekulationen über einen May-Rücktritt mischt sich auch ein Name des möglichen Nachfolgers. Der ehemalige Justizminister und aktuelle Kabinettschef David Lidington könnte die Nachfolge Mays antreten. Einige Tweets, die dies andeuten, beziehen sich auf britische Regierungsinsider.





In einem Online-Bericht der BBC war zuletzt die Rede davon, dass der parteiinterne Druck auf May steige. So würden die Rufe nach einem Rücktritt immer lauter. Laut "BBC" würden selbst Kabinettsmitglieder einräumen, dass sie "nicht bleiben" könne. Ein nicht namentlich genannter Minister spricht sogar vom "Ende der Linie".



Letzten Informationen zufolge wird sich in dieser Causa heute nichts mehr tun. BBC-Journalistin Laura Keuenssberg twitterte, dass May heute keine Erklärung mehr abgeben werde. Mit einem großen Knall einem Tag vor der EU-Wahl (die Briten schreiten bereits am Donnerstag zur Wahlurne) ist also nicht mehr zu rechnen.



In den Abenstunden verlor May dann allerdings eine Weggefährtin. Die für Parlamentsfragen zuständige Ministerin, Andrea Leadsom, ist zurückgetreten. Als Grund nannte sie Mays Vorhaben das Parlament über ein zweites Brexit-Referendum abstimmen lassen zu wollen.

(mr)

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