Spendensammlerin räumte Geldbörse von Senior leer

Die Polizei sucht nun nach der Spendensammlerin.
Die Polizei sucht nun nach der Spendensammlerin.Bild: Sabine Hertel (Symbolbild)
Ein 69-Jähriger wurde Anfang Dezember in Kittsee Opfer einer falschen Spendensammlerin. Die Polizei warnt vor Trickdieben und rät zu erhöhter Aufmerksamkeit.
In Kittsee im Bezirk Neusiedl am See wurde ein 69-Jähriger am 2. Dezember von einer Frau um eine Spende gebeten und aufgefordert, sich in eine Spendenliste einzutragen.

Die Dame gab vor, sprach- und/oder hörbehindert zu sein. Der Pensionist nahm aus seiner Geldbörse einen kleinen Bargeldbetrag und übergab ihn der Frau.

Laut Polizei hielt sie daraufhin eine Liste über die Börse, damit der die Geldbörse kurzzeitig nicht mehr sehen konnte. Danach ergriff die Täterin die Flucht.

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Der 69-Jährige bemerkte das Fehlen eines größeren Geldbetrages erst beim nächsten Einkauf und rief die Polizei. Eine eingeleitete Fahndung in Kittsee und den umliegenden Orten blieb ergebnislos.

Bereits im Oktober fand in Kittsee ein ähnlicher Vorfall statt. Dabei wurde einem Opfer nach einem Bankbesuch ebenfalls durch Vortäuschen einer Spendensammlung ein vierstelliger Bargeldbetrag gestohlen. Ob es sich dabei um dieselbe Täterschaft handelte, ist zur Zeit noch Gegenstand der polizeilichen Erhebungen.

So schützt du dich vor Trickdieben

Die Polizei rät besonders in der Vorweihnachtszeit zu vermehrter Aufmerksamkeit. Die Diebe nutzen die erhöhte Spendenfreudigkeit der Menschen für ihre Zwecke und schlagen ungeniert zu. Sollte man in Bezug auf die Rechtmäßigkeit einer Spendensammlung nicht sicher sein, erhält man bei den Gemeindeämtern Auskunft über genehmigte diesbezügliche Aktionen.

Trickdiebe treten generell als Vertreter von Behörden, als Mitarbeiter von Gas- oder Elektrizitätswerken, Banken, anderer Institutionen oder als Spendensammler auf. Trickbetrüger sind anfänglich sehr freundlich, hilfsbereit und vertrauenserweckend, nützen ihre Opfer jedoch skrupellos aus.

Mit Opfer auf "Tuchfühlung"

Taschen- bzw. Trickdiebe gehen mit ihrem Opfer auf "Tuchfühlung". Erst wird es angerempelt, dann bestohlen. Eine andere sehr beliebte Methode ist es, die Opfer mit Eis, Ketchup und dergleichen zu beschmutzen.

Die Täter sind beim Abwischen behilflich und können so unbemerkt in die Taschen greifen.

Als weiterer Trick ist bekannt, dass die Täter eine Geldbörse fallen lassen. Das Opfer hilft beim Aufsammeln der Münzen, danach fehlt dem Opfer z.B. die Handtasche oder die Geldbörse.

In letzter Zeit häuften sich Vorfälle, in denen die Diebe um Spenden oder auch um Wegbeschreibungen baten. Die Täter deckten dann entweder mit einer Unterschriftenliste oder einer Landkarte die Geldbörse der Opfer ab und entnahmen blitzschnell daraus Bargeld.

Dieser Trick funktioniert sowohl bei Fußgängern als auch bei Lenkern, die im Auto sitzen. Meist bemerken die Opfer den Diebstahl erst viel später.

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