Spezielles Riechtraining für Covid-19-Patienten

Eine Therapiemethode gegen postvirale Riechstörungen wurde in Dresden entwickelt und soll helfen.
Eine Therapiemethode gegen postvirale Riechstörungen wurde in Dresden entwickelt und soll helfen.iStock
Das wohl bekannteste Symptom einer Covid-19-Infektion ist der Verlust des Geschmacks- und/oder Geruchssinns. Nun gibt es eine Therapie aus Dresden.

Meist kehrt der Geruchs- und Geschmackssinn nach Ausheilen einer Erkältung oder der Corona-Erkrankung innerhalb von ein paar Wochen ganz selbstständig zurück. Bei manchen Patienten bleibt dies aber eine Langzeitfolge des Infekts. Mediziner am Interdisziplinären Zentrum für Riechen und Schmecken in Dresden wenden bereits eine Therapiemethode gegen sogenannte postvirale Riechstörungen an.

Funktionieren soll es folgendermaßen: Die Patienten sollen jeweils morgens und abends für 30 Sekunden an vier verschiedenen Düften riechen. Die Geruchsnote kann selbst ausgesucht werden, wichtig ist nur, dass die Gerüche stark sind und zumindest einer davon ein Kribbeln, oder Stechen auslöst. Ätherische Öle mit Rosen- oder Zitronenduft sind gut geeignet, oder auch Gewürze wie Zimt und Thymian. Für das "Kribbeln und Stechen" hilft Essig oder Menthol.

Bitte, keine Selbstversuche

Diese Therapie sollte mindestens konsequent vier Monate durchgeführt werden. Der HNO-Spezialist Dr. Thomas Hummel legt allerdings den Patienten nahe, keine unüberlegten Alleingänge zuhause durchzuführen, ohne vorher einen Spezialisten oder Neurologen aufgesucht zu haben.

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