Rybakina ließ sich dabei von einem echten Fehlstart nicht aus der Bahn werfen, setzte sich gegen ihre tunesische Gegnerin nach 1:47 Stunden mit 3:6, 6:2 und 6:2 durch. Rybakina triumphierte damit in ihrem ersten Major-Finale, sie ist die erste Kasachin, die einen Grand Slam gewinnen konnte. Jabeur war die erste Spielerin aus der arabischen Welt, die ein Grand-Slam-Finale erreichte. Erstmals duellierten sich im Wimbledon-Finale zwei Endspiel-Debütantinnen.
Die Kasachin sorgte in Wimbledon für Schlagzeilen, wurde sie doch 1999 in Moskau geboren. Seit 2018 startet die 23-Jährige allerdings für Kasachstan. Beim Turnier-Klassiker an der Church Road wurden russische und belarussische Athleten und Athletinnen nicht zugelassen.
Die Tunesierin, die auf dem Weg ins Finale erst zwei Sätze abgegeben hatte, war als Favoritin gehandelt worden. Und wurde dieser Rolle im ersten Durchgang gerecht. Jabeur holte sich Rybakinas Aufschlag zum 2:1 und machte den Satz mit dem zweiten Break zum 6:3 zu.
Die Kasachin kam erst im zweiten Durchgang besser mit dem Spiel der Weltranglisten-Zweiten zurecht, zog mit 4:1 davon und holte den zweiten Satz - 6:2. Auch im dritten Durchgang gelang Rybakina ein Traum-Auftakt, sie zog mit Break davon, wehrte beim Stand von 3:2 drei Breakmöglichkeiten ihrer tunesischen Gegnerin ab. Die 23-Jährige holte sich Jabeurs Aufschlag zum 5:2 und servierte aus.
Für ihren Sieg erhält Rybakina umgerechnet 2,36 Millionen Euro.