Fussball

Spielabbruch! Ajax-Fans rasten gegen Trauner-Klub aus

Im niederländischen Klassiker zwischen Ajax Amsterdam und Feyenoord kam es zu einem Spielabbruch. Die Fans sorgten für einen Eklat.

Sport Heute
Das Spiel zwischen Ajax und Feyenoord wurde abgebrochen
Das Spiel zwischen Ajax und Feyenoord wurde abgebrochen
IMAGO/Pro Shots

Wegen des wiederholten Abbrennens von Pyrotechnik ist der niederländische Fußball-Klassiker zwischen Ajax Amsterdam und Feyenoord Rotterdam (mit ÖFB-Legionär Gernot Trauner) am Sonntag abgebrochen worden. Der Schiedsrichter beendete die Partie gemäß den Liga-Regeln beim Stand von 3:0 für Meister Feyenoord, nachdem Fans bereits zum zweiten Mal Leuchtraketen auf das Feld geschossen hatten.

Das Spiel, bei dem keine Gästefans anwesend waren, könnte nun gegen Ajax gewertet oder binnen weniger Tage unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf einem neutralen Platz zu Ende gespielt werden.

Santiago Gimenez (9., 18. Minute) und Igor Paixao (37.) hatten Feyenoord im souverän in Führung geschossen und die Krise vom schwach in die Saison gestarteten Ajax noch verschärft. In der 44. Minute gab es die erste Unterbrechung, nachdem im Strafraum des deutschen Feyenoord-Torwarts Timon Wellenreuther zwei Leuchtkörper gelandet waren. Nach einer Unterbrechung ging es gemäß den Regeln weiter, ehe in der 55. Minute drei Pyro-Raketen im selben Strafraum landeten, in dem diesmal Ajax-Keeper Jay Gorter stand.

Zuvor war das Spiel schon wegen einem Becherwurf für ein paar Minuten unterbrochen. Die Anhänger aus Amsterdam machten ihrem Frust Luft. 

Damit war das Spiel automatisch beendet. Bürgermeister und Polizei hätten diese Entscheidung überstimmen dürfen, wenn sie dadurch eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit erkannt hätten. Da sich aber offiziell keine Anhänger von Feyenoord im Stadion befanden, war dies offenbar nicht gegeben.

Vor dem Stadion ging es weiter und die Ajax-Fans zündeten auch vor dem Stadion Pyrotechnik.

Hier die Szene im Video:

Ajax ist denkbar schlecht in die Liga gestartet. Nach vier Spielen liegt der Rekordmeister nur auf Rang 13. Feyenoord hingegen hat ein Spiel mehr und liegt auf Tabellenplatz vier. Auch ansonsten rumort es bei den Hauptstädtern. Der technische Direktor Sven Mislintat soll bei einem Transfer mitverdient haben. Das ist bei der Aktiengesellschaft, die Ajax Amsterdam ist, nicht erlaubt. Nun kommen noch die Fan-Krawalle dazu.

Mehr zum Thema