Die Transferpolitik des französischen Meisters ist dem wortgewaltigen Barca-Boss schon länger ein Dorn im Auge. Durch die Vertragsverlängerung mit Superstar Kylian Mbappe wurde diese nun auf die Spitze getrieben. So soll der 23-Jährige für die Unterschrift des neuen Dreijahresvertrags bis 2025 ein Handgeld von 300 Millionen Euro bekommen. Hinzu kommt das Jahresgehalt von netto 50 Millionen Euro.
Summen, die für Barcelona unvorstellbar sind. Vor allem wegen des hohen Schuldenbergs der Katalanen von mehr als 1,3 Milliarden Euro. Deswegen polterte Laporta gegenüber "L´Esportiu" in Richtung Paris: "Das verzerrt den Markt. Die Spieler werden mit dem Geld entführt und die, die bei PSG unterschreiben, haben ja fast ihre Versklavung unterschrieben. Für Geld", schüttelte der 59-Jährige den Kopf.
Und legte mit Blick auf die Finanzkraft des Scheich-Klubs nach: "Das sind die Auswirkungen eines Klubs, der einen ganzen Staat hinter sich hat. Das widerspricht allen Prinzipien der Europäischen Union." PSG wird aus Katar finanziert.
Bereits 2017 machte Barca unliebsame Bekanntschaft mit Paris, als die Franzosen Superstar Neymar für die fixe Ausstiegsklausel von 222 Millionen Euro von den "Blaugrana" loseisten. Im Sommer 2021 heuerte auch Lionel Messi in Paris an, nachdem sein neuer Vertrag mit den Katalanen aufgrund des hohen Barca-Schuldenbergs nicht bei der spanischen Liga registriert werden konnte.
Während Messi wohl nicht mehr als Spieler ins Camp Nou zurückkehrt, könnte Neymar hingegen sein Comeback bei Barcelona geben, wie Laporta untermauerte: "Wer will Neymar nicht haben? Er ist ein außergewöhnlicher Spieler", erklärte der Barcelona-Boss, schob jedoch ein großes Aber hinterher: "Alle Spieler, die wieder zu uns zurück wollen, müssen ablösefrei kommen, weil wir nicht mehr in der Lage sind, hohe Ablösesummen zu zahlen", so Laporta.
Einzig für Topstürmer Robert Lewandowski wollen die Katalanen Millionen in die Hand nehmen, den Polen schon in diesem Sommer von Bayern München abwerben. Eine Ablöse von 40 Millionen Euro ist im Gespräch. 2023 wäre auch der heute 33-Jährige gratis zu haben.