Michael Spindelegger, ÖVP-Chef, Außenminister und Vizekanzler, erklärte, dass die Pleite Griechenlands möglich, aber nicht sicher, sei. Außerdem sprach er sich klar gegen eine Aufstockung des Euro-Rettungsschirms aus.
Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger hält eine Pleite Griechenlands für möglich. Einen Bankrott "kann ich nicht ausschließen, weil die Fakten noch nicht auf dem Tisch liegen", sagte er am Sonntagvormittag in der Pressestunde. Allerdings könne es auch anders kommen, relativierte er sofort.
Neues Geld nur, wenn Griechen etwas dafür tun
In der Griechenland-Sache müsse man mit kühlem Kopf antworten, riet er. Mehr Geld für Griechenland soll Anfang Oktober gezahlt werden. Laut dem Außenminister gibt es das aber nur, wenn der Staat beweisen könne, dass er auch etwas für das Geld tut. Auch den eigenen Haushalt sollen die Griechen nachbessern, bevor die nächste Tranche im Oktober gezahlt wird.
Was heißt das für andere Länder
Man dürfe bei der Frage aber auch nie außer acht lasen, dass Griechenland nur ein Land sei: "Wenn wir dort ein Szenario zulassen, wir schicken Griechenland in die Pleite, was heißt das für andere Länder", gab Spindelegger zu bedenken
Nein zu größerem Euro-Rettungsschirm
Spindelegger sprach sich klar gegen eine Aufstockung des Euro-Rettungsschirms aus. Wenn man über 700, 800 Milliaren Euro rede, gehe es um "unvorstellbare Summen", sagte der ÖVP-Chef. "Ich glaube nicht, dass es richtig ist, was der US-Finanzminister sagt." Europa müsse eine Schuldengrenze einziehen, nicht immer neue Schulden machen, so Spindelegger.
APA/Red.