Gift-Tarantel sorgt für Angst in Österreich

Die südrussische Tarantel hat ihre Liebe für Österreich entdeckt und ihre Verbreitung sorgt gerade für mächtig Aufregung. So gefährlich ist die Spinne wirklich.

Es war die Schock-Nachricht für alle Spinnenphobiker: Die südrussische Tarantel breitet sich in Österreich aus - "heute.at" berichtete.

Immer mehr haarige Achtbeiner tauchten im Nordburgenland und auch in Niederösterreich auf. So wurden die Tiere unter anderem im Seewinkel, der Parndorfer Platte, im Marchfeld, Kittsee und Bruck an der Leitha gesichtet.

Die Spinne und ihre Verbreitung dominierte daraufhin die Schlagzeilen und löste damit auch ein wenig Panik im Land aus. Doch die Angst vor dem Tier ist völlig unbegründet.

Zwar sei die Tarantel giftig, "für den Menschen aber unbedenklich", so der Naturschutzbund auf Facebook. Doch wie gefährlich ist die Spinne wirklich? "heute.at" hat bei Spinnen-Experte Gerhard Polaschek nachgefragt und ist der Sache bzw. der Spinne auf den Grund gegangen.

Die südrussische Tarantel ist zwar die größte Spinne in Mitteleuropa, mit bis zu 4 Zentimetern zählt sie aber eher noch zu den kleineren Spinnen. Zum Vergleich: Vogelspinnen können teilweise die Größe einer Hand eines Erwachsenen erreichen.

Spinnenbiss sehr unwahrscheinlich

Zudem sei es eher unwahrscheinlich, der Tarantel am Tag zu begegnen. "Die Spinne versteckt sich tagsüber in Erdröhren und ist vor allem in der Nacht aktiv", erklärt Gerhard Polaschek. Selbst wenn man dem Tier begegnet, braucht man keine Angst haben.

"Ein Biss der Spinne ist so schmerzhaft, wie wenn man von einer Wespe oder Biene gestochen wird", so der Spinnen-Experte auf Nachfrage von "heute.at". Aber zur Erinnerung: Der Biss ist für den Menschen unbedenklich. Zudem sei ein Angriff des Tieres sehr unwahrscheinlich.

Keine Angst haben

"Sie werden eher von einer Biene oder Wespe gestochen, als von der Spinne gebissen", versichert Polaschek. Die südrussische Tarantel steht zudem unter Naturschutz und auf der Roten Liste der gefährdeten Tiere.

Die Spinne hat vor Menschen vermutlich mehr Angst als umgekehrt. Auch wenn die Bilder in der Diashow (oben) bedrohlich wirken und die Schweißperlen auf die Stirn treiben, Angst vor dem Tier braucht man nicht haben.

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