Österreich

Spitäler: Alle Standorte bleiben, es wird ausgebaut

Heute Redaktion
13.09.2021, 19:08

Über die Parteigrenzen hinweg wurde in Niederösterreich am "Regionalen Strukturplan Gesundheit 2025" gearbeitet, auch ein Arzt und nö. Patientenanwalt Gerald Bachinger gaben ihre Expertisen ab.

Fünf Richtlinien, in welche Zukunft die nö. Kliniken steuern sollen, wurden jetzt von VP-Landesvize Stephan Pernkopf, VP-Landesrat Martin Eichtinger, SP-Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, FP-Landesrat Gottfried Waldhäusl, Patientenanwalt Gerald Bachinger und nö. Arzt und Primarius, Martin Breitenseher aus Horn, festgelegt.

So wurde beispielsweise beschlossen, jedenfalls alle 27 Krankenhäuser, die von der nö. Landeskliniken-Holding betrieben werden, zu erhalten. Schließungen soll es keinesfalls geben.

"Die beste Gesundheitsversorgung ist eine möglichst wohnortnahe Versorgung. Wir bauen die medizinische Leistungsversorgung in allen Regionen Niederösterreichs aus und stellen gleichzeitig eine zeitgerechte Anpassung künftiger Entwicklungen sicher. Dabei geht es nicht darum, wie lange die Patienten im Krankenhaus bleiben müssen, es geht vielmehr um die medizinische Leistung und darum, wie schnell wir den Menschen in Niederösterreich helfen können", so Eichtinger.

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200 Millionen wandern pro Jahr in Kliniken-Investitionen

Die weiteren Leitlinien: Verlässlichkeit für die beste regionale Versorgung, eine Bewahrung der Flexibilität um neue Bedürfnisse auch in Zukunft rasch beantworten zu können, eine bessere Vernetzung zwischen Kliniken, Gesundheitszentren und niedergelassenem Bereich sowie einen Ausbau der Leistungen.

Auch wird man monetär mehr in die einzelnen Standorte investieren. Während das Budget der Holding im Jahr 2007 noch zwei Milliarden Euro ausmachte, waren es 2018 bereits 2,5 Milliarden Euro. 2019 wird um weitere 25 Millionen aufgestockt, 200 Millionen kosten die durchschnittlichen Investitionen in die einzelnen Kliniken im Jahr.

"Dank der guten medizinischen Versorgung werden die Aufenthalte in den Spitälern kürzer. Und zusätzlich steigern wir die Leistung für die Menschen in NÖ," erklärten Martin Eichtinger und Stephan Pernkopf bei der Vorstellung der Richtlinien.

Mit dem Ergebnis setzt man sich nun mit den Sozialversicherungsträgern für Verhandlungen zusammen.

(nit)

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