Wer von der Montag-Sitzung des Lenkungsausschusses eine Entscheidung zur Zukunft des Linzer AKh erwartet hatte, wurde enttäuscht. LH Pühringer zögerte selbst die Verhandlungen zu weiteren brisanten Themen wie dem Aus für die Gynäkologie-Abteilung oder die Versorgung des Mühlviertels bis zum 23. Mai hinaus.
Wir haben uns für heute schon mehr erwartet, gesteht Christiana Dolezal (SPÖ), Aufsichtsratsvorsitzende des Linzer AKh und Vertreterin des Städtebundes im Lenkungsausschuss zur Spitalsreform. Details, wie die Zukunft der Kinderurologie im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern oder wie es mit Haut- und Augenabteilung im AKh weitergeht, waren ebenso kein Thema. Sie sollen bei der Sitzung am 23. Mai behandelt werden.
Es war von Anfang an klar, dass heute nicht der gesamte Versorgungsraum beschlossen werden kann, sagt Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP), der aufgrund der sachlichen Gesprächsatmosphäre bei der heutigen Sitzung Hoffnung für den weiteren Verlauf der Spitalsreform schöpft.
Weniger harmonisch die Töne bei Karl Frais (SPÖ): Wir fordern einen Vertreter der jeweiligen Spitäler, der über die Alternativ-Vorschläge spricht. Günther Steinkellner (FPÖ) will zudem auch das UKh in die Reform einbeziehen. Nicht nachvollziehbar ist für ihn, wie ein Primar gleichzeitig zwei Abteilungen in Spitälern in Linz und Steyr leiten kann.