Politik

Spitzel kassiert 25.000 Euro für Akten

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:08

Kurios: Das deutsche Parlament untersucht Spionage-Aktivitäten des NSA - und ein "Maulwurf" plaudert alles aus. Der Doppelagent übergab in Österreich Geheimakten.

Kurios: Das deutsche Parlament untersucht – und ein "Maulwurf" plaudert alles aus. Der Doppelagent übergab in Österreich Geheimakten.

Es ist ein Fall von höchster politischer Brisanz: Seit Aufdecker Edward Snowden die Spitzelmethoden des US-Geheimdienstes enthüllte, gehen (auch) in Deutschland die Wogen hoch. Ein U-Ausschuss des Bundestags soll die Rolle der NSA genau untersuchen. Für die USA interessant: Was weiß der Ausschuss im Detail? Jetzt stellt sich heraus: Der U-Ausschuss wurde selber bespitzelt.

Ein 31-jähriger Mitarbeiter des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND) bot sich selbst den USA (später auch den Russen) an. Es kam mit den USA zum Deal, der Mann wurde Doppelagent. Laut "Bild" war er seit 2012, also vor der Snowden-Affäre, aktiv. In Salzburg bekam er 10.000 Euro in bar und einen Laptop. Darauf installiert: eine Wetter-App. Klickte man diese an, wurde eine Direktverbindung zur CIA aufgebaut.

Zwei Jahre lang spionierte er für die USA, lieferte insgesamt 218 Dokumente, kassierte 25.000 Euro. Nun wollte er auch die Russen beliefern, flog auf – und wurde in Bayern verhaftet. Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière (CDU) spricht von einem "sehr schwerwiegenden" Vorfall und fordert Aufklärung. Im Herbst 2013 sorgte in Österreich ein angeblicher für Wirbel. Die USA dementierten.

(rep)

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