Österreich

Spitzensportler als Serienprügler

Eine Taxifahrt eskalierte und kommt einem ehemaligen Profi-Athleten aus Kärnten nun teuer zu stehen.
Sandra Kartik
01.07.2022, 06:22

Ein 48-Jähriger bestellte im Juli 2019 einen Mietwagen. Eine Unterhaltung mit dem Chauffeur geriet während der Fahrt zunehmend außer Kontrolle. Erst geriet der Kärntner in eine verbale Auseinandersetzung, dann verpasste er dem Fahrer eine Faustwatsche. Bereits im Juni 2020 wurde der Ex-Sportler wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe verurteilt.

Nun setzte das Bezirksgericht Klagenfurt noch ein weiteres Urteil (nicht rechtskräftig)  drauf: Der frühere Spitzen-Athlet soll nun auch für zukünftige Schäden seines Opfers haften. Denn der Taxifahrer erlitt neben einer Rissquetschwunde auch einen "teilweisen Ausfall des Gesichtsfeldes", attestierte ein Gutachter beim Prozess. Der Angeklagte muss dem Chauffeur nun Schmerzensgeld und Schadenersatz im Wert von 2.800 Euro zahlen. Dazu soll der 48-Jährige auch die Prozesskosten von etwa 6.000 Euro übernehmen.

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In zwei weitere Raufereien verwickelt

Ebenfalls wenig sportlich zeigte sich der Kärntner auch in zwei weiteren Fällen, bei denen es um Körperverletzung geht. Einem Mann, den er auch attackierte, muss der Streitbare 300 Euro Schmerzensgeld, sowie die Prozesskosten von 1.600 Euro bezahlen.

Schon im August steht der nächste Gerichtstermin für den Serienprügler an: Er soll am vergangenen Faschingsdienst in einem Lokal mit einem Juristen aneinandergeraten sein. Der Ex-Athlet soll dem Anwalt, der ebenfalls angeklagt ist, die Brille weggenommen und sie zerstört haben. Das mündete in einer Rauferei, bei der beide leicht verletzt wurden. Es gilt die Unschuldsvermutung.