SPNÖ will Landflucht mit 10-Punkte-Plan verhindern

Zur gemeinsamen Pressekonferenz luden am Donnerstag SPNÖ und NÖ GVV. Sie wollen den ländlichen Raum in Niederösterreich stärken.
Die Sozialdemokraten sehen den ländlichen Raum in Niederösterreich massiv gefährdet, weil immer junge Leute in die Großstadt ziehen. "Die Gemeinden haben in den vergangenen Jahren sehr viele öffentliche Einrichtungen verloren, müssen das meiste selbst kompensieren. Gemeinden werden also vermehrt zu Postpartnern, setzen sich für die Erhaltung von Bankomaten ein, kümmern sich oft um den Fortbestand des letzten", kritisiert NÖ-GVV-Präsident Rupert Dworak.

"Nicht ursächliche Aufgabe"

All das sei eigentlich gar nicht wirklich eine ursächliche Aufgabe der Gemeinden. Diese seien viel zu lang geduldig gewesen. Jetzt sei es aber an der Zeit, auf Landesebene Maßnahmen zu setzen, so Dworak, der auch SPÖ-Bürgermeister von Ternitz ist. Um den Entwicklungen der vergangenen Jahre entgegenzuwirken, haben er und SPNÖ-Chef Franz Schnabl am Donnerstag ein 10-Punkte-Paket vorgestellt, mit dem der ländliche Raum gestärkt werden soll.

Darin enthalten sind etwa die Sicherstellung der Nahversorgung mit wichtiger Infrastruktur, wie Lebensmittelgeschäften, Postämtern, Bankomaten, Bahnkassen und der Ausbau des Glasfaserkabelnetzes sowie ärztliche Versorgung, Wiedereröffnung von geschlossenen Polizeiinspektionen.

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Auch leistbares Wohnen, Ganztags-Schulen und Gratis-Nachhilfe, Klimaschutz, bessere Pflege und kostenfreie Kindergärten sind im Paket vorgesehen. Ein besonderes Anliegen ist Schnabl auch der öffentliche Verkehr. "Denn nur wenn dieser gut funktioniert, können die Menschen am Land ihre Möglichkeiten auch wirklich nutzen", erklärt er.

Wie viel davon in die Tat umgesetzt werden kann, hängt stark von den Entscheidungen im Landtag ab. "Als Minderheitspartei können wir bis die VPNÖ ihre Absolute verliert nur versuchen, die Mehrheit von unseren Ideen zu überzeugen", so Schnabl. Er verspricht indes, dass zu allen Vorschlägen Anträge eingebracht werden, insofern diese seitens der SPNÖ nicht ohnehin bereits gestellt wurden. (min)

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