Niederösterreich

SPNÖ pocht auf gratis Nachmittagsbetreuung für Kinder

Laut der SPÖ werden in Familien in Niederösterreich vor unüberwindbare Hürden gestellt. Daher fordern sie einen Rechtsanspruch für Kinderbetreuung.
Heute Redaktion
13.09.2023, 13:51
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Das Bundesland Tirol verankert gesetzlich einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung. Darüber würde sich die SPÖ Niederösterreich auch freuen. Sie pocht weiterhin auf gratis Kinderbetreuung auch am Nachmittag. 

NÖ muss in Sachen Kinderbetreuung nachziehen

„Es ist erfreulich zu sehen, dass neben den SPÖ-geführten Bundesländern Wien, Kärnten und dem Burgenland nun auch Tirol in Sachen Kinderbetreuung nachzieht!“ "Es wäre schön, wenn Schwarz/Blau in Niederösterreich hier ebenfalls einen Bedarf sieht! Leider stoßen wir bei Mikl-Leitner seit Jahren auf taube Ohren!“, fordert die Familiensprecherin der SPÖ NÖ, LAbg. Kerstin Suchan-Mayr zum wiederholten Mal eine flächendeckende, ganztägige, kostenfreie Kinderbetreuung samt einem Rechtsanspruch ab dem 1. Lebensjahr.

Dass das Bundesland Niederösterreich alles andere als familienfreundlich ist, bezeugen zahlreiche Statistiken und Zahlen. So zeigt sich in der Kindertagesheimstatistik 2022/23, dass Niederösterreich im Bundesländervergleich bei den 3-5-Jährigen in VIF-konformer Kinderbetreuung (Vereinbarkeitsindikator für Familie und Beruf) an letzter Stelle liegt, bei den 0-2-Jährigen an 7. Stelle, erklärt Suchan-Mayr: „Familien werden in Niederösterreich von ÖVP und FPÖ vor unüberwindbare Hürden gestellt, finanziell und organisatorisch.“

"Kinderbetreuung muss ganztägig und kostenfrei sein"

Dadurch ergibt sich laut SPÖ für viele Kinder automatisch ein Nachteil beim Start in ihr Leben. Deshalb fordert die SPÖ hier ganz klar: Die Kinderbetreuung muss in Niederösterreich ganztägig und kostenfrei sein! Denn unsere Kinder haben ein Anrecht auf die beste Bildung, und das ab dem 1. Lebensjahr!“

VPNÖ-Familiensprecherin weist Kritik zurück

VPNÖ-Familiensprecherin und Landtagsabgeordnete Doris Schmidl weist die Vorwürfe von Suchan-Mayr entschieden zurück: „Niederösterreich setzt auf Wahlfreiheit. Jede Familie weiß selbst ganz genau, welche Art und wie viel Betreuung sie für ihre Kinder benötigen. Und damit alle das Angebot finden, bauen wir mit der blau-gelben Kinderbetreuungsoffensive in diesem Bereich massiv aus: 750 Millionen Euro werden gemeinsam mit den Gemeinden in den nächsten Jahren zusätzlich investiert. Schon heute sind wir bei der wichtigen Kennzahl im Kinderbetreuungsbereich, der Betreuungsquote der 3- bis 5-Jährigen, mit 98,9 Prozent an der Spitze im Bundesländervergleich – und damit auch vor allen SPÖ-geführten Bundesländern.“

Mehr zum Thema
Jetzt E-Paper lesen