Österreich

SPÖ-Ärger über neuen Gesundheitschef Kogler

Heute Redaktion
13.09.2021, 17:58

Der Landespolizeidirektor wird Manager der neuen Landesgesundheitsagentur. Die SPÖ schäumt. Konrad Kogler verfüge über "absolut keine Kompetenzen im Gesundheits- oder Pflegewesen". Die Neos sprechen ebenfalls von "Postenschacherei".

Die Bestellung von Landespolizeidirektor Konrad Kogler zum Chef der neu gegründeten Landesgesundheitsagentur, die Krankenhäuser und Pflege unter ein Dach bringen soll, sorgt für politischen Zündstoff.

"Postenschacherei"

Sowohl Neos als auch SPÖ nannten die Personalentscheidung von Johanna Mikl-Leitner "Postenschacherei". SPNÖ-Gesundheitssprecherin Karin Scheele über die Bestellung: "Über Medienberichte erfahren andere Parteien, dass dem gesamten Gesundheitssystem in NÖ ein Mann vorgesetzt wird, der über absolut keine Kompetenzen im Gesundheits- oder Pflegewesen verfügt. Obendrein gibt es die angekündigte Landesgesundheitsagentur noch nicht einmal, geschweige denn einen entsprechenden Gesetzesentwurf zu den geplanten Umstrukturierungen."

Auch dass die Postenbesetzung am Faschingsdienstag bekannt wurde, kommentiert die Politikerin: "Wäre es nicht so traurig, könnte man glatt von einem schlechten Faschingsscherz ausgehen."

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VPNÖ: "Immer nur anpatzen"

Die SPÖ hat nun eine Anfrage an Johanna Mikl-Leitner sowie den zuständigen Landesrat gestellt. VPNÖ-Manager Bernhard Ebner konterte bereits am Mittwoch, man solle nicht "anpatzen", sondern Kogler die Chance geben, seine Kompetenzen unter Beweis zu stellen.

Auch die Neos unter Landessprecherin Indra Collini kündigten bereits eine Anfrage an. Bei den Pinken der springende Punkt: Das intransparente Bewerbungsverfahren. "Interessant ist, dass er ein öffentliches Bewerbungsverfahren für sich entscheiden kann, allerdings für eine Landesgesundheitsagentur, für die es noch keine rechtliche Basis gibt – wie geht das?", heißt es seitens der Neos.

Kogler selbst erklärte im Interview mit den "Niederösterreichischen Nachrichten", er könne sein Fachwissen und seine Erfahrung aus den Bereichen Organisationsentwicklung und Personalmanagement einbringen.



(nit)

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