In der ÖGB-Zentrale wollen Gewerkschaftspräsident Foglar, SP-Klubchef Cap und Kanzler Faymann die Mandatare ab 10 Uhr auf den heißen Herbst einstimmen. Neben scharfer Kritik am Heeres-"Zwangsdienst" wird Faymann Euro, Steuern und Bildung thematisieren.
Danach holt Verteidigungsminister Darabos zum Angriff auf die ÖVP aus – vor allem wegen neuen Plakaten. "Auf den Sujets werden Berufssoldaten besudelt", wettert man im Ministerium. Profi-Soldaten, wie sie Darabos will, werden als "Söldner" bezeichnet. "Ein Schlag ins Gesicht für die rund 14.000 Berufssoldaten in Österreich." Die Rede ist von einer "schwarzen Giftküche". Reaktion: Das seien keine Sujets der ÖVP, sie gehen auf das Konto des parteinahen Personenkomitees. Die ÖVP werde erst ab Oktober plakatieren.
Auch neue Argumente will Darabos liefern: Heuer wird es erstmals mehr Zivildiener und Untaugliche als Grundwehrdiener geben. Außerdem gäbe es derzeit mehr Köche als etwa Pioniere. Sozialminister Hundstorfer wird das "freiwillige Sozialjahr" bewerben. Es soll den Zivildienst ersetzen.