Das Treffen der etwa 350 Genossen am Samstag im Linzer Design Center ist der Startschuss der SPÖ Oberösterreich in die Wahlschlacht um den Landeshauptmann-Sessel. Mit dem inhaltlichen Fokus auf die Wirtschaftskrise will SPOÖ-Chef Erich Haider die meisten Stimmen bei der Landtagswahl am 27. September einfahren.
Zur Motivierung der Parteimitglieder reist auch Bundeskanzler Werner Faymann extra nach Linz. Ob er aufgrund seiner Absage an eine Vermögenssteuer für Reiche bei der Basis in Oberösterreich derzeit ein gutes Standing hat, ist aber mehr als fraglich. SPOÖ-Chef und Spitzenkandidat Erich Haider versucht indessen die Wogen in den eigenen Reihen zu glätten. Statt einer klassischen Vermögenssteuer will er hochspekulative Geschäfte wie Aktien, Stiftungen und generell Finanz-Transaktionen mit hohen Abgaben an die Staatskasse belegen. Darüber hinaus fordert er, Spekulationen auf Nahrungsmittel, Wasser und Energie generell zu verbieten - Wünsche, die vom Bundesland aus aber nur schwer gesetzlich umsetzbar sein werden.
Haider wird sich am Parteitag, wie in den Statuten vorgesehen, seiner Wiederwahl als SPÖ-Landeschef stellen. Seit 1998 steht er an der Spitze der Sozialdemokraten, damals löste er Fritz Hochmair ab. Beim vergangenen Parteitag in Steyr 2007 erreichte er 99,2 Prozent der Stimmen. Sein Team im Präsidium soll unverändert bleiben: Die Oldies unter ihnen - Gesundheitslandesrätin Silvia Stöger (64) und ihr Kollege aus dem Sozialressort, Josef Ackerl (63) - bleiben im Führungszirkel.