Mit einer erstaunlichen Attacke auf die ÖVP ließ SPÖ-Fraktionsführer Hannes Jarolim am Montag aufhorchen: Teilweise werde "demütigendes Verhalten" gefordert.
Mit einer erstaunlichen Attacke auf die ÖVP ließ SPÖ-Fraktionsführer Hannes Jarolim am Montag aufhorchen: Teilweise werde "demütigendes Verhalten" gefordert.
Etwa, wenn die SPÖ gegen ihre Überzeugung abstimmen solle oder die ÖVP wolle, dass im Tausch für einen ÖVP-nahen Zeugen auch ein SPÖ-naher geladen werde. Er habe manchmal das "Gefühl, dass eine Art virtuelle Geiselhaft mit der Regierung Schüssel besteht", so Jarolim gegenüber Ö1.
Aus der ÖVP kommentierte man die Vorwürfe knapp als "Sturm im Wasserglas". Die SPÖ solle jetzt "die Nerven behalten". Der U-Ausschuss werde gewissenhaft weitergeführt.
Im Gespräch mit Heute sagt Polit-Berater Thomas Hofer: "Das hat sich abgezeichnet. Die SPÖ will sich klar von der ÖVP und ihrer Blockadepolitik abgrenzen." Die Attacke sei zudem ein "erstes Säbelrasseln" vor der Wahl im nächsten Jahr.
Heute geht der U-Ausschuss weiter. Thema: die Vergabe der Abwicklung des Buwog-Verkaufs an Lehman Brothers.