SPÖ-Frauen stellen nun Werner Faymann infrage

Die Nachbesetzung des Nationalrat-Mandats von Barbara Prammer mit Walter Schopf lässt die Wogen in der SPÖ hochgehen. Die oberösterreichische SP-Frauenchefin Sonja Ablinger müsse "echt überlegen", ob Parteichef Kanzler Werner Faymann wiederwählbar sei, Katharina Krawagna-Pfeifer, Ex-Kommunikationschefin der SPÖ hat aus Ärger sogar ihre Parteimitgliedschaft ruhend gestellt.

Die Nachbesetzung des n wiederwählbar sei, Katharina Krawagna-Pfeifer, Ex-Kommunikationschefin der SPÖ hat aus Ärger sogar ihre Parteimitgliedschaft ruhend gestellt.

Ablinger wirft Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek vor, im SPÖ-Vorstand am Montag eine Chance "vertan" zu haben. Denn Heinisch-Hosek hat nicht gegen Schopf gestimmt und habe sich mit der Einsetzung eines Arbeitskreises zufriedengegeben. Aber "Arbeitskreise haben wir echt schon genug gehabt", meinte Ablinger in der "ZIB 24".

Im Parteivorstand hätte es die Chance gegeben, auf die Umsetzung der im Zuge des Parteistatuts beschlossenen Frauenquote von 40 Prozent zu bestehen. Denn es sei um die Frage gegangen, ob die SPÖ die selbst beschlossenen Spielregeln ernst nimmt. Auf deren Einhaltung zu achten, wäre auch die Verantwortung von Parteichef Kanzler Werner Faymann. Ob er für sie am Parteitag im Herbst als Parteichef wiederwählbar ist, muss sich Ablinger "echt überlegen".

"Das ist zu weit gegangen"

Keine Option ist für sie der Austritt aus der Partei, "ich bin Sozialdemokratin". Katharina Krawagna-Pfeifer, die von 2003 bis 2005 Kommunikationschefin der SPÖ war, hat aus Ärger über die Nationalrats-Nachbesetzung hingegen ihre Parteimitgliedschaft ruhend gestellt und ist aus dem ÖGB ausgetreten. Sie ist schwer verärgert, dass Schopf und nicht Ablinger das Mandat bekommen hat, "das ist zu weit gegangen", sagte sie laut "Standard".

Auch Oberösterreichs SPÖ-Frauenvorsitzende Irmgard Schmidleithner lässt ihre Parteimitgliedschaft ruhen und werde laut "Ö1" auf Landesebene so lange weiß wählen, so lange Reinhold Entholzer Oberösterreichs Landesparteichef sei. Außerdem hat Schmidleithner ihren Parteibeitrag "umgewidmet": Das Geld wird künftig an den Verein "Frauen in Not" überwiesen, dem Ablinger vorsteht.

Darabos versucht, Wogen zu glätten

SP-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos hat am Montagabend in der "ZiB 2" eine Nachschärfung der Frauenquote im Parteistatut angekündigt. Konkret will man laut Darabos künftig darauf achten, dass Frauen auch in den Regionalwahlkreisen an Spitzenpositionen gereiht werden. Damit werde man den Frauenanteil von 40 Prozent im Nationalratsklub erreichen. Außerdem soll es Sanktionen für Landesparteien geben, die sich nicht an die Regeln halten.

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