SPÖ Kärnten holte sich Faymann als Unterstützer

Bundeskanzler Werner Faymann (S) und Staatssekretär Josef Ostermayer (S) haben am Samstag einen Empfang zur Unterstützung des SPÖ-Spitzenkandidaten Peter Kaiser für die Kärntner Landtagswahl am 3. März in Klagenfurt besucht.

Es herrschte reger Andrang in der neuen Parteizentrale, neben vielen SPÖ-Granden war auch Schauspieler Harald Krassnitzer gekommen, um seinen "Freund Peter Kaiser zu unterstützen". Der Spitzenkandidat schwor die Anhänger auf das Wahlkampffinale ein. "Wir stehen bei Kilometer 40. Jetzt fängt es an, richtig wehzutun." Wenn die SPÖ in diesem Spurt anziehe, "sind wir am Sonntag als Erster im Ziel!"

"Ich sehe, ihr seid guter Laune - das freut mich", sagte der Bundeskanzler zu seinen Parteifreunden. Seit langer Zeit gebe es nun das erste Mal wieder die Chance, dass die SPÖ in Kärnten die Führung übernimmt. Kaiser stehe für Bildung und berufliche Chancen anstelle von "Geld verteilen auf der Straße". Das Bundesland habe sich lange abgekapselt und eingeigelt, meinte Faymann. "Was wir brauchen, ist ein offenes, selbstbewusstes Kärnten."

Wahlkampfmarathon geplant

Kaiser bekräftigte seine Forderungen nach einer Abschaffung von Pflegeregress und Proporzregierung. Er kündigte außerdem an, quartalsmäßig öffentliche Regierungssitzungen mit den Sozialpartnern abhalten zu wollen. In den letzten vier Tagen vor der Wahl wird die SPÖ einen "Wahlkampfmarathon" veranstalten und 42 Stationen - entsprechend den Kilometern im Lauf - abklappern. Als Finale ist ein Fackellauf am Samstagabend in Klagenfurt von der Parteizentrale zur Landesregierung, zum Landtag und zurück angekündigt.

Krassnitzer sagte zur APA, dass er sich über diese Veranstaltung hinaus nicht im Wahlkampf engagiere. Die Kärntner könnten selbst am besten entscheiden, was sie wollen, jedoch: "Was ich mir wünsche ist, dass der Selbstbedienungsladen ein Ende hat."

Chancen der SPÖ stehen nicht schlecht

Die Chancen der SPÖ, als stimmenstärkste Partei aus der Kärntner Landtagswahl am 3. März zu gehen, stehen laut Umfragen nicht schlecht. Laut mit 32 vor den Freiheitlichen mit 25 % (Schwankungsbreite ±4,7 bzw. ±4,3 %). Spannend ist das Duell um Platz drei: Grüne und ÖVP liegen gleichauf bei 12 %, Stronach kommt auf 11%. Abgeschlagen ist das BZÖ 6 %.

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