SPÖ retuschierte ÖVP-Stadtrat einfach aus Foto

Für Verwunderung sorgte in St. Valentin kürzlich ein Foto in einer Presseaussendung der SPÖ. Der Grund: Die Roten halfen dabei mit Photoshop kräftig nach.

In St. Valentin (Bez. Amstetten) sind die Schwarzen derzeit nicht gut auf die Roten zu sprechen. Der Grund ist eine Presseaussendung der SPÖ. Ein darin enthaltenes Foto wurde von mehreren Regionalzeitungen abgedruckt und sorgte dann für Wirbel – denn es war bearbeitet worden.

Unter dem Titel "St. Valentin gemeinsam gestalten – ein Konzept für die Innenstadt" hatten sich die regierende SPÖ und die Volkspartei auf ein gemeinsames Vorgehen rund um mehrere Bauprojekte in der Innenstadt verständigt. Auch ein gemeinsames Foto mit Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr, zwei weiteren SPÖ-Politikern und ÖVP-Stadtrat Andreas Pum entstand.

"Kindische Parteispielchen"

Doch wie durch Geisterhand war Pum dann vom besagten Foto verschwunden als es in den Regionalzeitungen erschien – man hatte ihn einfach fein säuberlich aus dem Bild wegretuschiert, sehr zum Ärger der Schwarzen. "Eine überhebliche und unanständige Selbstinszenierung und eine missbräuchliche Verwendung von Bildmaterial durch die SPÖ-Bürgermeisterin. Die SPÖ in St. Valentin sollte mehr Zeit für Gemeindearbeit finden und weniger für solche unsauberen und kindischen Parteispielchen", so ÖVP-Stadtparteiobmann Michael Purkarthofer.

Und der entfernte Andreas Pum selbst: "Seit 2010 ist Kerstin SPÖ Bürgermeisterin und sie hat noch immer nicht verstanden, dass es in der Gemeindepolitik um Gemeindearbeit geht und nicht um Selbstinszenierung. Sie kann in ihrer Parteizeitung wenn sie das möchte nur Fotos von sich abdrucken, dann kommt sie nicht in Verlegenheit andere Fotos missbräuchlich zu verwenden – aber eines ist klar, in St. Valentin gibt es neben der SPÖ auch ÖVP, FPÖ und Grüne Vertreter, die alle ihren Beitrag leisten. Solche Aktionen tragen nicht zu mehr Gemeinsamkeit bei, sondern führen die SPÖ-Bürgermeisterin in die Einsamkeit."

Seitens der Roten wird die Maßnahme gegenüber den "NÖN" damit verteidigt, dass in der Aussendung nur der Teil der SPÖ präsentiert worden sei. Bürgermeisterin Suchan-Mayr habe von der Bearbeitung des Fotos erst im Nachhinein erfahren. Sie betont, dass das Projekt ein Gemeinschaftsprojekt "ist und bleibt".

(min)

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