Nach dem Wahl-Erdbeben in der Steiermark und im Burgenland bröckeln die Fronten. Strache nennt seine Partei bereits "unaufhaltbar". Erste SP- und VP-Politiker fordern ein Ende der Ausgrenzung. Kanzler Faymann sagt strikt "Nein".
Nach dem Wahl-Erdbeben in der Steiermark und im Burgenland bröckeln die Fronten. Strache nennt seine Partei bereits "unaufhaltbar". Erste SP- und VP-Politiker fordern ein Ende der Ausgrenzung. sagt strikt "Nein".
In der Steiermark tagten die Gremien der "Reformpartner" SP und VP. Ergebnis: Der Vorstand sprach Landesvize Schützenhöfer (VP) einstimmig das Vertrauen aus. Auch SP-Chef Voves, der vor der Wahl angekündigt hatte, unter 30 Prozent zu gehen, bleibt: "Ich erhielt die Zustimmung einstimmig per Akklamation". Und: Beide, also Rot und Schwarz, wollen nun mit der FPÖ über eine Regierung reden. Auch in der Koalition im Bund werden Stimmen laut, die eine FP-Annäherung fordern.
Es gebe "Kräfte in der VP, die sagen, wir sollen mit den Blauen zusammengehen", so Parlamentarier Grillitsch. "Das Thema Asyl muss stärker bearbeitet werden", sagt der steirische VP-Abgeordnete Amon. VP-Klubobmann Reinhold Lopatka in der "Kleinen": "Das Ergebnis verlangt es, dass wir ernsthafte Verhandlungen mit der FPÖ führen." In der SPÖ schloss Burgenlands Landeschef Niessl eine Koalition mit der FP nicht aus.
Doch Kanzler Faymann (SP) erteilt dem Schielen auf die Blauen im ORF-"Report" eine klare Absage: "Keine Kurskorrektur in Richtung FPÖ". Sein Plan: "Wir müssen der FPÖ weit offensiver entgegen treten. Beim Aufhetzen werden wir sicher nicht mitmachen." Und: "Wer die SPÖ 2018 wählt, kann sich darauf verlassen, ich mache keine Koalition mit dieser FPÖ".