SPÖ will Corona-Hilfe der EU an Klimaschutz knüpfen

Sidl und Herr machen plakativ auf ihre Sache aufmerksam.
Sidl und Herr machen plakativ auf ihre Sache aufmerksam.Bild: SPÖ
Geht es nach der SPÖ, so soll die EU nur jenen Ländern in vollem Umfang bei der Bewältigung der Coronakrise helfen, die ihre Klimaziele erfüllen.
Der EU-Abgeordnete Günther Sidl und die Nationalratsabgeordnete Julia Herr wollen anlässlich des 5. weltweiten Klimastreiks am Freitag gemeinsam trotz Coronakrise das Klima ins Zentrum rücken. Die beiden Sozialdemokraten lassen dabei mit einer Forderung bezüglich der ausstehenden fEU-Hilfen aufhorchen.

"Die EU bietet angesichts der Coronakrise finanzielle Hilfe an. Die Verteilung der Gelder muss aber an klare Bedingungen geknüpft werden", so der Niederösterreicher Sidl, der auch Mitglied im Umwelt- und Gesundheitsausschuss der EU ist. Um eine nachhaltige Entwicklung zu garantieren fordert er: "Finanzhilfen müssen an die Erreichung der EU-Klimaziele geknüpft werden."

Klima soll Arbeitsmarkt helfen

Für Herr würde auch der Arbeitsmarkt vom Klimaschutz profitieren: "Um in Österreich den CO2-Ausstoß rasch zu senken, brauchen wir eine zusätzliche jährliche Klimaschutzmilliarde. Durch die Coronakrise hat die Dringlichkeit für Investitionen in den Klimaschutz noch weiter zugenommen. Denn gute Klimapolitik ist immer auch gute Arbeitsmarktpolitik und die brauchen wir angesichts der 600.000 Arbeitslosen", sagt sie.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die geforderte Klimaschutzmilliarde soll demnach in die Bereiche öffentlicher Verkehr, thermische Sanierung und Energieforschung fließen und dort sowohl Unternehmen als auch Arbeitnehmer unterstützen. Die beiden Roten gehen davon aus, dass man so der drohenden Wirtschaftskrise und ihren sozialen Auswirkungen effektiv entgegenwirken und auch noch einen wichtigen Schritt auf dem Weg in eine klimafreundliche Zukunft setzen könnte.

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