SPÖ will für Schüler einen Internet-Führerschein

Die SPÖ will Fake-News mit einem Internet-Führerschein "bekämpfen".
Die SPÖ will Fake-News mit einem Internet-Führerschein "bekämpfen".Bild: iStock
Cybermobbing und Fake-News – das Internet birgt viele Gefahren, vor allem für junge Menschen. Abhilfe soll ein standardisierter Internet-Führerschein schaffen.
Das Internet ist vor allem für die junge Generation ein ständiger Begleiter. Allerdings sind damit auch einige Probleme und Gefahren verbunden. Neben den Eltern sind hierbei auch die Schulen gefordert.

Und bei den Schulen will nun die SPÖ Oberösterreich ansetzen. Sicherheitssprecher Hermann Krenn fordert: "Wir wollen einen flächendeckenden 'Internet-Führerschein' an den Schulen für Schülerinnen und Schüler im Alter von zehn bis 14 Jahren."

Im Visier hat man vor allem sogenannte Fake-News, also Falsch-Meldungen.

CommentCreated with Sketch.39 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Fake-News im Visier



Hermann Krenn fordert den Internet-Führerschein.
Hermann Krenn fordert den Internet-Führerschein.
"Falschnachrichten sind nicht nur für Schulkinder eine Gefahr. Auch viele Erwachsene sind bereits auf gefälschte Nachrichten aus dem Internet hereingefallen. Insbesondere in den Sozialen Medien verbreiten sich Falschnachrichten wie Lauffeuer und sorgen in der Folge oft für Hass, Ausgrenzung und Aggression. Deshalb ist es unsere gesellschaftliche Pflicht, gegen dieses kommunikative Gift anzukämpfen", so Krenn.

Mit dem Führerschein soll die Kompetenz der Kinder gefördert werden. Zwar gebe es schon jetzt Einzelangebote, "aber mir geht es darum, die Einzelangebote in eine flächendeckende Struktur überzuführen – vergleichbar mit der Radfahrprüfung zum Einstieg in den Straßenverkehr", sagt Krenn.

Haftstrafe für Cyber-Mobbing



Ein weiterer Grund für die Forderung ist auch die Tatsache, dass viele nicht wissen, dass Hass-Postings und Cyber-Mobbing strafrechtliche Delikte sind.

"Cybermobbing ist kein Lausbubenstreich. Es ist ein Delikt, das eine Strafandrohung von bis zu einem Jahr Gefängnis – im Extremfall bis 3 Jahre Gefängnis umfasst", weist Krenn hin.

Der Grund für seinen Vorstoß: Schon 2017 hat die SPÖ einen entsprechenden Antrag gestellt, nun unternimmt man einen neuen Anlauf. Denn den Führerschein kann auch das Land Oberösterreich initiieren, wenn er freiwillig gemacht wird. Am Ende soll es ein Zertifikat geben.





(gs)

Nav-AccountCreated with Sketch. gs TimeCreated with Sketch.| Akt:
LinzNewsOberösterreichFake NewsSchule

ThemaCreated with Sketch.Mehr zum Thema

CommentCreated with Sketch.Kommentieren