SPÖ will mit Themen und modernem Team punkten

SPÖ Wien geeint hinter SPÖ-Bundesvorsitzenden und Spitzenkandidatin Pamela Rendi-Wagner (v.li: Bürgermeister Michael Ludwig, Pamela Rendi-Wagner und SPÖ Wien-Landesparteisekretärin Barbara Novak).
SPÖ Wien geeint hinter SPÖ-Bundesvorsitzenden und Spitzenkandidatin Pamela Rendi-Wagner (v.li: Bürgermeister Michael Ludwig, Pamela Rendi-Wagner und SPÖ Wien-Landesparteisekretärin Barbara Novak).Bild: Kein Anbieter/Helmut Graf
Jung, stark, kompetent und vor allem "sehr weiblich": All das soll die Wahlliste der SPÖ Wien für die Wahl im September 2019 präsentieren. Heute wurde sie vorgestellt.
Mit "starken Themen" und einem "modernen Team" will die SPÖ Wien bei der Nationalratswahl 2019 antreten. Die inhaltlichen Schwerpunkte sollen auf den "sozialdemokratischen Kernthemen" wie Wohnen, Gesundheit und Pflege, Bildung und Zusammenhalt liegen. Angeführt von SPÖ-Bundesvorsitzender und Spitzenkandidatin Pamela Rendi-Wagner sowie der Zweiten Nationalratspräsidentin Doris Bures will die Wiener Sozialdemokratie ihre "gute und breite Personaldecke" zeigen.

"Die Wiener SPÖ steht für ein zukunftsorientiertes, modernes Programm, das Österreich nach vorne bringen wird. Dies spiegelt sich auch in der Kandidatinnen- und Kandidatenliste wieder", erklärte Bürgermeister Michael Ludwig in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Pamela Rendi-Wagner und SPÖ Wien-Landesgeschäftsführerin Barbara Novak.

Mehr als die Hälfte der Regionalkreise weiblich

Die heurigen Kandidatenliste zeigt ein sehr weibliches Gesicht: Gegenüber der letzten Nationalratswahl 2017 ist der Frauenanteil noch einmal gestiegen und beträgt nunmehr in den Regionalwahlkreisen 52 Prozent, ein Plus von zwei Prozent.

CommentCreated with Sketch.103 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Dass die Landesliste von SPÖ-Bundesvorsitzender Pamela Rendi-Wagner und der Zweiten Nationalratspräsidentin Doris Bures angeführt wird, unterstreiche diesen Trend zusätzlich. "Ich bin froh und besonders stolz, auf Platz eins der Wiener Wahlliste zu stehen. In Wien bin ich aufgewachsen und ich werde immer eine Tochter dieser Stadt sein. Diese Stadt hat mir meinen Weg ermöglicht. Aufgewachsen mit einer alleinerziehenden Mutter in der Per-Albin-Hansson-Siedlung, bin ich hier in die Schule gegangen, habe hier studiert. All das war möglich, weil mir sozialdemokratische Politik Chancen gegeben hat", so Rendi-Wagner.

Ludwig sieht "Signal an die Jugend"

Die heurige Kandidatenliste sei auch besonders jung: Das Durchschnittsalter der Kandidaten der Regionalwahlkreise sank von 48,2 Jahren bei den Wahlen 2017 auf nun 43,7 Jahre. Die jüngsten Kandidaten sind 22 Jahre alt, auf der Landesliste kandidiert zudem eine 18-jährige Schülerin.

"Die Wiener SPÖ sendet damit ein Signal an die Jugend und beweist, dass sie die neuen Anforderungen annimmt. Wir setzen uns für eine gute und soziale Zukunft für alle ein, weshalb ich mich über das Engagement von jungen Menschen besonders freue", so Ludwig.

Gewerkschaften stark vertreten

Zahlreiche FSG-Vertreteren auf der Liste sollen die traditionell starken Verbindungen von SPÖ und Gewerkschaften und die Wichtigkeit der Sozialpartner für die Gesellschaft betonen. "Gerade in Zeiten von 60-Stunden-Woche, Krankenkassenfusion und Sozialhilfe Neu durch die abgewählte schwarz-blaue Regierung hält die Sozialdemokratie damit ein Programm entgegen, das die Interessen aller Menschen wahrnimmt. Wir sind stolz auf die guten Beziehungen zu den Gewerkschaften, weil sie ganz nah an den Alltagsproblemen der Menschen dran sind und sich für eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen einsetzen. Daher ist es für uns auch selbstverständlich, dass sich die FSG stark auf unserer Liste widerspiegelt", so Landesparteisekretärin Novak.

Sozialdemokratische Kernpunkte für einen Wahlkampf der Inhalte

Hauptthemen für den Wahlkampf sollen jedenfalls die Kernpunkte sozialdemokratischer Politik sein, wobei hier Wien bereits in vielen Punkten eine Vorreiterrolle einnehme, etwa beim Thema Wohnen. "Das Modell des sozialen Wohnbaus sorgt international für Furore, weil es ein leistbares Leben für alle Menschen garantiert. Darauf sind wir in Wien zurecht stolz und eine Ausweitung auf ganz Österreich würde den sozialen Zusammenhalt im ganzen Land stärken", betonte Ludwig.

Nach den starken Polarisierungen der letzten zwei Jahre brauche es nun eine Kraft, die verantwortungsvolle und moderne Politik mache, so Novak. Daher würden auch Zukunftsthemen wie Gesundheit und Pflege oder Bildung ganz oben auf der Prioritätenliste der Sozialdemokratie stehen.

Rendi-Wagner: "Stehe für Politik der Zuversicht, der Hoffnung, des Zusammenhalts"

Für Rendi-Wagner brauche es vor allem zwei Dinge, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern und den Österreichern Ängste zu nehmen: "Chancen und Sicherheit. Chancen, um den Sprung in eine gute Zukunft zu schaffen. Sicherheit, um diese Zukunft planen zu können. Viele Politikerinnen und Politiker sehen dieser Zukunft pessimistisch entgegen. Ich stehe jedoch für eine Politik der Zuversicht, der Hoffnung und des Zusammenhalts. Eine Zukunft, auf die sich die Österreicherinnen und Österreicher verlassen können. Dafür will ich arbeiten und Politik machen. Dafür will ich Bundeskanzlerin werden", so rote Spitzenkandidatin.

Die gesamte Wiener Landesliste sowie die Wiener Regionalwahlkreise finden Sie hier. (lok)

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