Wie wichtig Räume für sogenannte "LGBT"-Jugendliche sind, zeigt sich daran, dass die Selbstmordrate, unter ihnen vier bis sechs Mal höher sei, so Neos-Abgeordneter Thomas Weber unter Berufung auf eine Studie im Gemeinderat. Das Jugendzentrum solle ein "niederschwelliges Angebot" mit geschultem Fachpersonal bieten.
Wie es nach dem Grundsatzbeschluss konkret weitergeht, ist derzeit aber noch nicht klar, wie ein Sprecher von Jugendstadtrat Jürgen Czernohorsky (SP) sagt. Einen Fahrplan gibt es noch nicht. Das Jugendzentrum ist Teil der Wiener Jugendstrategie die ebenfalls am Mittwoch im Gemeinderat beschlossen wurde.
Neos-Gemeinderat Weber hatte das Thema aus Anlass des "Pride"-Monats Juli aufgegriffen. Er betont: "Es ist schön zu sehen, dass wir die Augen vor den Problemen, die "LGBT"-Jugendliche tagtäglich erfahren, nicht verschließen und als Politik unserer Verantwortung nachkommen! Wir dürfen aber nicht vergessen, dass dies nur ein erster, wichtiger Schritt ist", betonte Weber und forderte weitere Verbesserungen für die "LGBT"-Community.