Im rot geführten Burgenland ist es schon lange möglich: Die Anstellung von pflegenden Angehörigen, das Land fördert hier massiv Lohn- und Lohnnebenkosten.
In Niederösterreich gibt es diese Möglichkeit nicht. Die SPÖ will das ändern und so Familien unter die Arme greifen.
Sie fordert in ihrem Wahlprogramm, das den Landtagswahlkampf einläutet, eine Möglichkeit zur Anstellung pflegender Angehöriger. "Im Gegensatz zu anderen Bundesländern werden pflegende Angehörige in Niederösterreich leider im Stich gelassen“, sagt Landtagsabgeordneter Alfredo Rosenmaier, Sprecher der älteren Generation. „Dabei würde sich durch diese Anstellungsform die Möglichkeit ergeben, Druck aus dem Pflegesystem zu nehmen und mittelfristig mehr Personal für den Pflegebereich zu gewinnen", so der SPÖ-Politiker.
Wie die SPÖ sich das konkret vorstellt? Jene Menschen, die ihre Familienmitglieder zuhause pflegen, sollen arbeits- und sozialversicherungsrechtlich abgesichert sein. Weiters soll ihre Leistung, wie im burgenländischen Modell, abgegolten werden. Heißt: Die Pflege daheim wird bezahlt, wie ein "klassischer" Job. Um die Qualität der Pflege zuhause auch überprüfen zu können, sollen regelmäßige Besuche von diplomierten Pflegepersonen stattfinden.