Das sogenannte Contact-Tracing, also die Nachverfolgung der Kontaktpersonen von Corona-Infizierten, gilt als eine der wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Tausende Telefonate werden dafür jeden Tag geführt, um Bescheide erstellen zu können und Cluster-Ausbrüche einzudämmen – ein riesiger Arbeitsaufwand.
Das Land Niederösterreich hat bis jetzt als Unterstützung zu den Epidemieärzten und Stabsmitarbeitern auch auf den Assistenzeinsatz des Bundesheeres gesetzt, um die Kontaktnachverfolgung effizient und schnell abwickeln zu können. Zusätzlich gibt es nun auch eine Stellenausschreibung des Landes NÖ, um Maturanten und Studierende bzw. Personen mit abgeschlossenem Studium für das Contact-Tracing zu gewinnen.
"Eine durchaus sinnvolle Entscheidung", meinen die SPÖ-Landtagsabgeordneten Karin Scheele und Rene Pfister. Das geht den beiden aber nicht weit genug. "In Anbetracht der ständig steigenden Infektionszahlen und der konstant hohen Zahl an Arbeitslosen im Land wäre es aber doch sinnvoller, den Pool, aus dem geschöpft werden kann, wesentlich umfassender zu erweitern. Das Land NÖ sollte umgehend die Contact-Tracing-Stellenausschreibung auch für Arbeitssuchende öffnen", fordern sie.