Bei "illegaler" Klettertour 33 Meter in Tiefe gestürzt

Ein Kommunikationsfehler zwischen Sicherer und Kletterer dürfte Auslöser eines schlimmen Unfalls in einem Klettergarten gewesen sein. Ein Mann stürzte 33 Meter in die Tiefe.
Der junge Mann (23) und seine 48-jährige Begleiterin waren Samstagnachmittag gemeinsam im Klettergarten Rettenbachtal in Bad Ischl (Bez. Gmunden) unterwegs.

Die Einheimischen, beide versierte Kletterer, befanden sich auf der "Amazonas"-Route. Der Mann kletterte im Vorstieg bis zum Ende der mittelschweren Route.

Dort dürfte es dann zu einem folgenschweren Kommunikationsfehler gekommen sein.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die 48-Jährige löste das Seil aus dem Sicherungsgerät. Ihr Begleiter dürfte jedoch bei seinem Kommando gemeint haben, dass er am Ende der Route sei. Er setzte sich ins Seil, um von der 48-Jährigen abgelassen zu werden, schreibt die Polizei in einer Aussendung.

Auf kleinem Plateau liegen geblieben



Da diese jedoch das Seil aus dem Sicherungsgerät genommen hatte, stürzte der Mann mehr als 33 Meter im freien Fall in die Tiefe.

Schwerst verletzt blieb der Sportler auf einem kleinen Plateau unterhalb der Felswand liegen. Die 48-Jährige sowie ein Zeuge leistete rasch Erste Hilfe.



13 Leute von der Bergrettung Bad Ischl sowie der Notarzt waren ebenfalls rasch zur Stelle. Mit dem Hubschrauber Christophorus 10 wurde der Verletzte ins Spital nach Wels geflogen.



Abgesehen von dem tragischen Unfall müssen der Kletterer und seine Begleiterin auch noch mit einer Anzeige rechnen. Denn aufgrund der derzeit geltenden Covid-19-Beschränkungen hätten sich die beiden gar nicht im Klettergarten aufhalten dürfen. Dieser zählt zu den Sportstätten und ist gesperrt.







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