Sportriese Eybl wird jetzt verkauft

Bild: Niko Formanek

Der angeschlagene Sporthandelsriese Eybl/Experts braucht zum Überleben nicht nur einen Partner, sondern einen neuen Eigentümer. Als seriösester Interessent wird die deutsche Tochter der Intersport-Organisation gehandelt.

Die im Besitz der Familie Eybl stehende Gruppe (insgesamt 58 Filialen, 2.500 Angestellte und etwa 25 % Marktanteil in Österreich) steht schon lange unter schlechtem Karma, als der Diskonter Sport Experts vor einigen Jahren via Kredite gekauft wurde. Der kostenintensive Aufbau der Eigenmarke "Seven Summits" erwies sich als nicht zielführend. Ebenfalls eine Fehlentscheidung war wohl der Austritt aus der Intersport-Organisation.

Ende Jänner gab der Marktführer im heimischen Sportartikelhandel bekannt, 250 seiner rund 2.200 Mitarbeiter abzubauen und einen "finanzstarken Partner" zu brauchen. Doch die Sparmaßnahmen reichen nicht aus. In der Branche wurde bezweifelt, dass es die Kette mit einem Partner allein schafft. Die Zeichen stehen auf Totalverkauf. Als mögliche Käufer sind der französische Diskontriese Decathlon sowie die deutsche Intersport im Gespräch.

Filialen vor Schließung

Der Großteil der Verringerung beim Personal resultiert aus der Schließung von sechs Geschäften. Ende März oder Anfang April wird die Sports-Experts-Filiale im Salzburger Einkaufszentrum Zentrum im Berg (ZIB) geschlossen, ebenso jene in Oberwart und Steyr, heißt es in dem Bericht. In Steyr zieht der bestehende Eybl in die Sports-Experts-Filiale um. Geschlossen wird auch der Seven-Summits-Shop in Innsbruck. Der Flagshipstore der Eigenmarke Seven Summits wurde 2008 eröffnet, ursprünglich waren 10 Geschäfte in ganz Österreich geplant. Letztlich blieb es bei dieser einen Filiale.

Im Herbst werden zwei weitere Standorte zugemacht. Welche, steht noch nicht fest. Insgesamt bleiben laut derzeitigem Plan 52 Filialen übrig.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen