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Sprint-Europameister kassiert vor Olympia Doping-Sperre

Der Schweizer Hürdensprinter Kariem Hussein wird wegen Dopings für neun Monate gesperrt. Damit verpasst der Ex-Europameister die Olympischen Spiele.
20 Minuten
23.07.2021, 07:47

Kurz vor der offiziellen Eröffnung der Olympischen Spiele in Tokio sorgt eine Medienmitteilung von Swiss Olympic für einen Schock in der Leichtathletik-Welt. Der Schweizer Hürdensprinter Kariem Hussein wurde in einer Doping-Kontrolle das Vorhandensein einer verbotenen Substanz nachgewiesen. Der Verband sperrt den Europameister von 2014 auf Antrag von Antidoping Schweiz mit sofortiger Wirkung für neun Monate.

Verband: Athlet verdiene Respekt

"Dem Athleten war in der Dopingprobe das Vorhandensein der verbotenen Substanzen Nikethamid und des Methaboliten N-ethylnicotinamide nachgewiesen worden", schreibt Swiss Olympic in der Mitteilung. Die Sperre gelte rückwirkend seit dem 16. Juli 2021 und sei für sämtliche Sportarten und jegliche Funktionen im Sport wirksam. Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig. Damit wird Hussein auch die Olympischen Spiele in Tokio verpassen.

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Swiss Olympic zeigt sich betroffen über das Vergehen von Kariem Hussein. "Als Dachverband des Schweizer Sports und als Nationales Olympisches Komitee ist Swiss Olympic erschüttert über den Vorfall zu einem Zeitpunkt, in dem der internationale Sport anlässlich der Olympischen Spiele in Tokio gefeiert werden soll", schreibt Swiss Olympic in einer weiteren Mitteilung.

Dass der Athlet seine Sperre akzeptiere und die Verantwortung für sein Vergehen übernehme, verdiene aus Sicht von Swiss Olympic Respekt. Nichtsdestotrotz sei das Vergehen und die daraus resultierende Sperre eine Warnung an alle Athletinnen und Athleten, dass sie nie sorgfältig genug sein könnten bei der Einnahme von Ergänzungsmitteln. Man hoffe, dass die Sanktion gegen Kariem Hussein diesbezüglich die gewünschte Wirkung zeige.

"Gleichzeitig ist aus diesem Fall ersichtlich, dass das Kontrollsystem in der Schweiz gut funktioniert. Die Prävention ist und bleibt für Swiss Olympic, zusammen mit Antidoping Schweiz und den Mitgliedsverbänden, der wichtigste Ansatz, damit Fälle wie dieser in Zukunft nicht mehr vorkommen."

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