Attacke gegen Muslimin – Fall jetzt angezeigt

Vor etwas mehr als einer Woche wurde an der Straßenbahnstation Zieglergasse in Wien-Neubau eine junge Muslimin wüst beschimpft. Jetzt wird ermittelt.

Ende März wurde eine junge Muslimin (25) von einer Frau bei einer Bim-Haltestelle in Neubau beschimpft und bespuckt – "Heute.at" berichtete.

Ein Video der Attacke ging viral, wurde auf Facebook knapp 320.000 Mal aufgerufen. Nun ging auch eine Anzeige wegen "Beschimpfung aufgrund religiöser Herkunft" bei der Polizei ein. Das bestätigten der Antirassismus-Verein Zara und die Polizei. Man ermittelt gerade die Identität der Angreiferin und überprüft, ob strafrechtlich relevante Tatbestände erfüllt worden sind.

"Beleidigungen dieser Art und das Bespucken sind jedenfalls strafbar", informierte Caroline Kerschbaumer vom Verein Zara noch bevor die Anzeige eingelangt war. Der Dame drohe bei einer Anzeige eine Freiheitsstrafe bis zu drei Monaten oder eine Geldstrafe.

Das Opfer sammelte mit Bloggerin Asma Aiad – sie war es, die das Video ins Netz stellte – bereits 6.000 Euro für Schulungen gegen antimuslimische Angriffe.

Jene laut Bundeskanzler Sebastian Kurz "widerliche Attacke" scheint kein Einzelfall zu sein, wie der aktuelle "Antimuslimische Rassismus Report" zeigt: Die Anzahl von dokumentierten islamfeindlichen Handlungen ist von 2017 auf 2018 um 74 Prozent angestiegen.

Lesen Sie dazu ausführlich: Rassismus-Report: 74 Prozent mehr Attacken gegen Muslime >>>

(no/ek)

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Christine NeubauerGood NewsWiener WohnenEidgenössische Kommission gegen RassismusIslamischer Staat / IS / ISIS

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