Spuck-Attacken und Beschimpfungen bei Grazer Mordpro...

Bild: Lisi Niesner

Weil er einen Freund mit einem Küchenmesser ermordete, fasste ein 19-Jähriger in Graz 13 Jahre Haft aus. Vor Gericht kam es zu Schimpftiraden und Spuck-Angriffen zwischen den Familien.

Ein Mordprozess vor einem Grazer Geschworenengericht ist am Dienstag aus dem Ruder gelaufen. Der Richter musste die Verhandlung gegen einen 19-jährigen Beschuldigten unterbrechen, weil sich die Familien des Opfers und des Beschuldigten heftige Schreiduelle lieferten. Vor dem Saal kam es sogar zu Spuck-Attacken. Der Prozess musste unter Polizeibewachung fortgesetzt werden.

Im Jänner saß der Beschuldigte mit vier Freunden in seiner Wohnung - sie rauchten Marihuana und spielten auf einer Games-Konsole. Zwischen dem Gastgeber und einem Besucher kam es zum Streit. Als der 20-Jährige gehen wollte, drehte er sich noch einmal um und beschimpfte den Beschuldigten als "Hurensohn". Dieser griff darauf zum Küchenmesser und stach mehrmals auf ihn ein.

Eklat vor Gericht

"Ich wollte nicht, dass er stirbt, ich wollte ihn nur verletzten", sagte der 19-Jährige am Dienstag. "Ich habe mich nicht kontrollieren können." Der Vater und Bruder des Opfers konnten sich nach dieser Aussage nicht mehr zurückhalten und schrien wüste Beschimpfungen. Einstimmiges Urteil für den Beschuldigten: 13 Jahre Haft und Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher - nicht rechtskräftig.

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