Am Montag ist in einer U-Bahnstation in St. Petersburg eine Bombe explodiert. Mindestens elf Menschen starben. Am Abend besuchte Putin den Anschlagsort.
Der Sprengsatz explodierte in einem fahrenden U-Bahn-Waggon der Linie 2 in der Station Sennaja Ploschtschad unter dem Zentrum von St. Petersburg. Mindestens elf Menschen wurden dabei getötet, 20 verletzt. Am späten Montagabend hieß es, das es sich beim dem Anschlag um ein Selbstmordattentat handelt. Der Täter, er soll 23 Jahren Jahre alt sein, stammt offenbar aus Zentralasien. Der junge Mann habe die Bomben in einem Rucksack in die Metro gebracht. Er sei mit radikalen Islamisten in Verbindung gewesen, berichtet die russische Agentur Interfax. Eine offizielle Bestätigung der Behörden gibt es dafür nicht.
Meldungen, wonach es eine zweite Explosion gegeben haben soll, stellten sich als falsch heraus. Zwar wurde tatsächlich eine weitere Bombe mit rund 1 Kilo TNT gefunden, allerdings konnte diese rechtzeitig gefunden und entschärft werden.
Präsident Wladimir Putin befand sich während des Anschlags ebenfalls in St. Petersburg. Er nahm an einem Kongress teil und traf sich mit Präsidenten von Weißrussland. Der russische Staatschef sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Er besuchte auch den Anschlagsort:
Die örtlichen Behörden haben die Sicherheitsvorkehrungen an öffentlichen Plätzen und an den Metro-Eingängen verschärft. Die Ermittler fahnden nach zwei Verdächtigen. Ein Mann, der von Überwachungskameras aufgenommen worden war und unter Verdacht stand, mit der Explosion zu tun zu haben, wandte sich an die Polizei und sagte laut Interfax, er habe mit der Bluttat nichts zu tun.
Dramatische Szenen
In den Sozialen Netzwerken verbreitete sich die Nachricht über die Explosion in St. Petersburg rasent schnell.
Auf Facebook und Twitter stellten örtliche Medien und vor allem Augenzeugen zahlreiche Videos und Fotos ins Netz, die schreckliche Szenen zeigen. Dutzende Menschen lagen verletzt auf den Metrogleisen. Die Tür einer U-Bahngarnitur wurde völlig zerstört. Überall in der Station war dichter Rauch von der Explosion zu sehen.
Hier finden Sie den Live-Ticker
In den Sozialen Netzwerken finden sich viele Videos und Fotos, die unmittelbar nach der Explosion in St. Petersburg aufgenommen wurden.
(WIL)