St. Pölten droht mit Protest-Sperre der Westautobahn

Die A1 Westautobahn Richtung Wien bei der Abfahrt St. Pölten Süd
Die A1 Westautobahn Richtung Wien bei der Abfahrt St. Pölten SüdWillfried Gredler-Oxenbauer / picturedesk.com
Mit einer Kampfansage fordert Niederösterreichs Hauptstadt eine Reduktion des Tempo-Limits auf der A1 und droht mit einer völligen Blockade.

"Es reicht jetzt, dass wir als Hauptstädter zweiter Klasse behandelt werden", donnert St. Pöltens SP-Vizebürgermeister Harald Ludwig. Seit Jahrzehnten bemüht sich seine Stadt um Tempolimit 100 auf der Westautobahn. Im Gegensatz zu Linz oder Salzburg bislang ohne Erfolg. 

Obwohl der Zeitverlust für den Verkehr auf der rund fünf Kilometer langen Abschnitt nur 42 Sekunden betragen würde, sei man bei den jeweiligen Verkehrsministerin der letzten zwanzig Jahre auf taube Ohren gestoßen, beklagt Ludwig gegenüber der "Kronen Zeitung. Dem Politiker reicht es: "Jetzt werden wir andere Methoden ergreifen." 

"Geschwindigkeit vor Haustür reduzieren"

Dabei erhält er sogar prominente Unterstützung. "Wir bereiten mit Fritz Gurgiser, dem erfolgreichsten Kämpfer für Entlastung der Anrainer entlang österreichischer Autobahnen und Gründer des Transitforums Österreich, die Sperre der A1 im Rahmen einer Protestkundgebung vor", erklärt der Vizebürgermeister.  

Falls nötig "so lange, bis uns die Wiener Damen und Herren endlich Gerechtigkeit widerfahren lassen und die Geschwindigkeit vor unserer Haustür reduzieren."

Einmal will man es aber noch auf dem regulären Weg probieren. Am Montag will man im Gemeinderat mit einem Dringlichkeitsantrag Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) zur Verordnung eines Tempo-Limits auffordern. Sollte auch das nichts fruchten, wolle man auf die Straße gehen.

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