Niederösterreich

St. Pöltner Bürgerinitiative knapp vor dem Aus?

Altoona-Park, S34 - die Bürgerplattform "pro St. Pölten" hat viel erreicht, aber verliert sich jetzt in politischem Klein-Hick-Hack.
12.07.2021, 15:54

„Der Bürgerplattform pro St. Pölten ist es zu verdanken, dass trotz der Errichtung des Kinderkunstlabors wertvoller Baumbestand im Altoona-Park bestehen bleibt, etwa die beiden Mammutbäume,“ lobt Hermann Dikowitsch die Initiative. Niederösterreichs Kulturchef beharrt aber auf dem umkämpften Standort, da dieser „mit Bedacht und Umsicht als bester ausgewählt wurde“.

Schmerzhafter Abgang

Unter Obfrau Ulrike Zöchling hatte man noch großen Wert darauf gelegt, den Grünraum im Stadtkern und die Bäume als Gesundheitsfaktor zu erhalten. Man war in konstruktiven Gesprächen mit dem Land NÖ, so Zöchling. Nach vereinsinternen Querelen warf die Obfrau indes das Handtuch. „Schade, nach ihrem Abgang verlor man sich ein wenig parteipolitischem Hickhack“, meint etwa Martin Nagel, bekannter Biologe und Plattformmitglied aus dem „inneren Kreis“.

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Brief an Bürgermeister

Allerdings hätten auch die Stadtvorderen dazu beigetragen. „Die ganze Sache geriet zu einem hochemotionalen Politikum und verstellt die Sicht auf die eigentliche Sache: der Rettung des Parks. Parteipolitik hat da nichts verloren“, bedauert Zöchling. Ein polemischer Brief an den Bürgermeister auf der Homepage der Bürgerplattform ist das letzte Lebenszeichen. Ansonsten unterstütze man die Proteste gegen den Bau der S34, so Nagel.

Obmann Nesslinger war bis Redaktionsschluss nicht erreichbar. Ein Vorstandsmitglied der Plattform bedankt sich in einem Telefonat für den Hinweis, dass „schon lange nichts gemacht wurde“. Aber: „Den Kampf zur Rettung des Altoona-Park haben wir noch nicht aufgegeben!“