Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine droht bekanntlich zu eskalieren. Die Österreicher bekommen den Konflikt derzeit vor allem in Form von steigenden Preisen mit. Der Freiheitliche St. Pöltner Stadtpolitiker ortet darin ein abgekartetes Spiel. "Die USA wollen ihren Einflussbereich im ehemaligen Ostblock weiter ausdehnen. Europa soll außerdem das Fracking-Gas aus den USA kaufen und kein Gas mehr aus Russland. Die USA selbst kaufen das billige russische Gas an der Weltbörse und verkaufen dieses dann als 'demokratisches Gas' aus der USA. Weitere Sanktionen gegen Russland sind für das Geschäftsmodell der USA natürlich sehr nützlich", meint er.
Er ist der Meinung, dass die USA durch den Konflikt ihre Wirtschaft mit der Kriegsmaschinerie ankurbeln und den schwachen Dollar stützen wollen. "Auch Biden hilft und stärkt dieser Konflikt mit Russland. Die kränkelnde EU schwächt dieser Konflikt auf dem eigenen Kontinent erneut und offenbart wieder die Schwächen dieser europäischen Organisationsform. Kriege haben fast immer ökonomische Gründe und sind ein Milliardengeschäft für die Kriegstreiber USA. Die USA gibt doppelt so viel fürs Militär aus wie Russland und China zusammen", erklärt der Stadtpolitiker.
Auch die NATO ist Otzelberger ein Dorn im Auge. "Die NATO hat sich in den letzten Jahrzehnten stark nach Osten ausgedehnt und den Einflussbereich der USA erweitert. Sinnvoll für den Weltfrieden wäre eine Art Cordon Sanitäre zwischen Russland und den westlichen NATO-Staaten, dazu zählt vor allem die Ukraine. Dies wurde auch 1990 beim Rückzug Russland aus den Ostblockstaaten vereinbart. Russland muss gegen die Vereinbarung nun von Staaten umzingelt werden, die dem NATO-Militärbündnis angehören. Es ist doch nur für den „Frieden“ in Europa. Ich erachte es als dumm und weltpolitisch als großen Fehler, die Atommacht Russland derart in die Ecke zu drängen", meint Otzelberger.
Die EU sei am eigenen Kontinent nur ein "schwacher Zaungast". "Die EU und wir alle können nur hoffen, dass die USA aufhören auf dem europäischen Kontinent ihren Einflussbereich bis an die 'Haustür' Russlands zu erweitern. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Leider ist die Berichterstattung in den meisten westlichen Medien sehr einseitig pro USA. Der 'kalte Krieg' ist zurück hoffentlich bleibt dieser Krieg auch 'kalt'", kritisiert er.