St. Pölten erhöht die Sicherheitsmaßnahmen

Sicherheitsstadtrat Ewald Buschenreiter, Bürgermeister Matthias Stadler und Peter Puchner, Manager für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Sicherheitsstadtrat Ewald Buschenreiter, Bürgermeister Matthias Stadler und Peter Puchner, Manager für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.Bild: Medienservice St. Pölten/Kainz

Um auf Terror und Bedrohungen von innen vorbereitet zu sein, wird in der nö. Landeshauptstadt die Polizeipräsenz erhöht und kritische Infrastruktur geprüft.

Mehr Sicherheit und Schutz für die Bevölkerung – das hat sich die Stadt St. Pölten als Ziel gesetzt. "Wir sind sicher nicht akut terrorgefährdet, nicht einmal Österreich ist das. Passieren kann aber immer etwas. Es muss nicht unbedingt ein Terrorist sein, auch ein verwirrter Eigener kann plötzlich zur Bedrohung werden", sagt Bürgermeister Matthias Stadler (SP).

Mehr Personal

Um sich auf den möglichen Ernstfall vorzubereiten, soll die kritische Infrastruktur (medizinische Einrichtungen, Verkehr, Militär etc.) der Landeshauptstadt geprüft und die Einsatzkräfte besser vernetzt werden. Dafür wurde mit Ewald Buschenreiter (SP) ein neuer Sicherheitsstadtrat besetzt. Außerdem wird künftig Peter Puchner als Manager für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe tätig sein.

Für Buschenreiter ist wichtig: "Es soll auch das subjektive Sicherheitsgefühl in der Stadt erhöht werden." Möglich machen will man das vor allem durch erhöhte Polizeipräsenz, die wiederum durch die für Herbst geplante Polizeischule in St. Pölten garantiert werde. 240 junge Polizisten soll es dann in der Stadt mehr geben. Außerdem soll die neue Polizei-Inspektion am Brennpunkt Hauptbahnhof im Sommer eröffnen.

Terror statt Krieg

Peter Puchner wird künftig den Schutz der Bevölkerung in St. Pölten koordinieren. "Früher war der Zivilschutz vor allem auf Kriege ausgerichtet, heute besteht die Gefahr eher in Terroranschlägen. Da ist lokale und internationale Vernetzung gefragt", sagt er.

Bei den neuen Sicherheitsmaßnahmen soll nicht nur die Infrastruktur direkt in der Stadt geprüft werden, auch St. Pölten als Verkehrsknotenpunkt mit A1, S33 oder der Hochleistungsstrecke der Bahn spiele eine Rolle. Es ist auch eine Hotline für Bürger geplant, bei der Sicherheitsbedenken geäußert werden können.

(min)

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