Österreich

St. Pölten wollte VP verkaufen

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:59

Schallendes Gelächter im St. Pöltener Gemeinderat: Beim Verkauf der Stadtsäle-Liegenschaft an Hotelbetreiber Wolfgang Mangold hatte sich im Amtsbericht ein Adressfehler eingeschlichen. Demnach wären die 170 Zimmern und 340 Betten am VP-Stützpunkt gegenüber entstanden. Der Fehler wurde noch rechtzeitig ausgebessert.

Dass man uns manchmal für dumm verkauft, ist nicht neu. Dass man uns aber wirklich verkaufen will, hätte ich mir nicht gedacht, konnte sich VP-Stadtrat Bernhard Wurzer einen Seitenhieb in Richtung Bürgermeister Matthias Stadler nicht verkneifen. Die SP hatte den Verkauf der Liegenschaft Völkplatz 2 auf die Tagesordnung genommen. Dort ist allerdings die VP-Stadtpartei angesiedelt, die Stadtsäle sind unter der Adresse Völkplatz 1 bekannt.

Der Fehler wurde ausgebessert, dem City-Hotel sowie der Restaurierung der Stadtsäle steht nun nichts mehr im Wege. Es soll im Mai 2009 eröffnet werden, die Stadt leistet zwei Millionen Euro Zuschuss.

Weitere Mega-Projekte, die 2010 anlaufen: die Domplatz-Umgestaltung,  das neue Fußball-Stadion, verbesserte Öffis, die Gestaltung des ehemaligen Truppenübungsplatzes.

Gleichzeitig ist Sparen angesagt. St. Pölten muss heuer 32 Millionen Euro an Umlagen an das Land abliefern. So kann man kein ausgeglichenes Budget schaffen, klagte SP-Vize-Stadtchefin Susanne Kysela. Das Budget (11,7 Millionen Euro Defizit) wurde jedoch beschlossen. Die VP stimmte dagegen, forderte Personaleinsparungen. Dagegen protestierten im Saal Wirtschaftshof-Arbeiter.

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