Die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern sind mit 22,36 Prozent in Österreich immer noch sehr hoch. Am 11. Oktober ist bundesweiter Equal Pay Day, in NÖ ist es der 9. Oktober. Die Frage des Gehalts sei in Österreich eines der letzten großen Tabus, kritisiert St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler (SP).
„Dieses Tabu schadet vor allem den Frauen, denn viele wissen einfach nicht, ob sie fair bezahlt werden. Es muss Schluss sein mit der Geheimniskrämerei auf Kosten der Frauen. Nur wenn Frauen wissen, was männliche Kollegen – bei gleicher Qualifikation und gleicher Tätigkeit – verdienen, können sie auch gegen Lohnungerechtigkeit vorgehen. In der Politik gibt es schon längst Transparenz bei Einkünften und Gehältern, das sollte auch in der Privatwirtschaft gelten“, so SPNÖ-Landesparteivorsitzender Matthias Stadler.
Der Equal Pay Day – in NÖ der 9. Oktober – ist heuer jener Tag, an dem Frauen statistisch gesehen bis Jahresende gratis arbeiten. Der durchschnittliche Einkommensunterschied zwischen Männern (50.431 Euro jährliches Bruttogehalt) und Frauen (38.862 Euro jährliches Bruttogehalt) liegt bei 22,94 Prozent. Die SPÖ-Frauen machen sich mit Straßenaktionen in ganz Österreich unter dem Motto „Arbeit gerecht verteilen“ für Lohngerechtigkeit stark. „Bezahlte und unbezahlte Arbeit muss in Zukunft gerechter verteilt werden. Frauen leisten zwei Drittel der unbezahlten Arbeit. Das muss sich ändern, damit wir die Lohnschere endlich schließen“, sagt SPNÖ-Landesfrauenvorsitzende Elvira Schmidt.