Knapp fünf Millionen Euro Mehrkosten und eine verschobene Fertigstellung - das ist das Fazit, das das Linzer Kontrollamt nach Prüfung des Stadionumbaus zieht. Vizebürgermeisterin Christiana Dolezal (SPÖ) rechtfertigt die Änderungen gegenüber Heute.
2007 wurde im Gemeinderat ein Budget von knapp 24 Millionen Euro für die bauliche Frischzellenkur freigegeben. Laut dem Heute vorliegenden Bericht der Prüfer stehen die Kosten nun jedoch bereits bei stolzen 29 Millionen. Die Erhöhung ergibt sich aus der eingerechneten Indexanpassung und einer genehmigten Kostengenauigkeit von zehn Prozent, erklärt Dolezal.
Amtlich ist nun auch, dass sich die Eröffnung des Ovals auf der Gugl um ein Jahr verschieben wird. Sollten die Arbeiten ursprünglich 2011 abgeschlossen sein, wird nun im Juni 2012 finalisiert. Wir haben dabei auf den Spielbetrieb des LASK Rücksicht genommen. Als Alternative zur Einhaltung der Eröffnung wäre uns nur eine Totalsperre des Stadions übrig geblieben, erklärt die Sport-Referentin. Das Modernisierungsziel, künftig wieder Länderspiele in die Landeshauptstadt zu holen, ist laut dem Bericht der Prüfer jedoch nur mit mobilen Zusatztribünen möglich. Nach den Umbauarbeiten wird das Stadion mit 14.000 Sitzplätzen zwar über mehr als in der Vergangenheit verfügen, jedoch wären laut ÖFB-Vorgaben mindestens 15.000 nötig. Eine bauliche Schließung der hufeisenförmigen Anlage ist wegen der Fluchtwege und den Pop-Veranstaltungen nicht möglich, erklärt Dolezal. Baulich werde jedoch bereits alles für die Aufstellung mobiler Plätze vorbereitet. Und: Die jetzigen Stadion-Berechnungen bleiben im Plan, verspricht die Vizebürgermeisterin.
Jürgen Tröbinger