Stadt befragt Menschen mit Behinderung zu Leben in Wien

In einer groß angelegten Befragung erhebt die Stadt Wien über den Sommer die Anliegen, Probleme und Wünsche von Menschen mit Beeinträchtigung. Die Umfrage läuft bis 17. Oktober.
In einer groß angelegten Befragung erhebt die Stadt Wien über den Sommer die Anliegen, Probleme und Wünsche von Menschen mit Beeinträchtigung. Die Umfrage läuft bis 17. Oktober.Stadt Wien/Getty Images
In einer groß angelegten Befragung erfasst die Stadt erstmals die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung. Und will damit Barrieren abbauen.

Unter dem Motto "Weniger Barrieren – mehr Wien" starteten der Fonds Soziales Wien (FSW) und das Frauenservice der Stadt Wien nun eine breit angelegte Befragung von Menschen mit Behinderung, die in Wien leben, arbeiten oder eine Ausbildung absolvieren. Ziel der Befragung ist es, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu verbessern. Laut vorsichtigen Schätzungen zählen 80.000 bis 100.000 Menschen zu dieser Bevölkerungsgruppe.

Stadt erhebt bis Herbst Wohn- und Arbeitssituation beeinträchtigter Wiener

Bis 17. Oktober können Wienerinnen und Wiener mit Beeinträchtigung via Online-Fragebogen (gibt es auch als Download bzw. wird er auf Wunsch per Post zugeschickt) Fragen zu ihrem täglichen Leben in Wien beantworten. Abgefragt werden verschiedene Themenbereiche wie etwa die Wohnsituation, Arbeit und Ausbildung, Partizipation und Mitbestimmung, Gesundheitsversorgung, finanzielle Situation, digitale Teilhabe und Auswirkungen der COVID-19-Pandemie.

Teilnahmeberechtigt sind alle Menschen mit Behinderung oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen (länger als sechs Monate), die zwischen 18 und 60 Jahre (Frauen) bzw. 65 Jahre (Männer) alt sind und die ihren Wohnsitz in Wien haben und/oder in Wien arbeiten und/oder ihre Ausbildung in Wien machen. Der Fragebogen ist in "Leichte Sprache" übersetzt und steht ab sofort unter inwienleben.at auch in Englisch, Türkisch, BKS und in Gebärdensprache zur Verfügung.

"In Wien sollen alle Menschen von der hohen Lebensqualität profitieren"

"Wien ist eine Stadt mit einer hohen Lebensqualität, von der alle Menschen profitieren sollen. Für Menschen mit Behinderungen oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen braucht es Angebote, Strukturen und Maßnahmen, damit sie gleichberechtigt und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Mit der breit angelegten Studie richten wir uns erstmals an alle Menschen mit Behinderung in unserer Stadt und wollen wissen, wie es ihnen geht und wo sie sich mehr Unterstützung wünschen würden", erklärt Gesundheits- und Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ) zum Start der Befragung.

Besonderes Augenmerk will Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaal (SPÖ) auf die Wienerinnen legen: "Frauen mit Behinderungen oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen sind oft mehrfach von Diskriminierung betroffen und belastet. Daher wollen wir mit dieser großen Befragung genau wissen, was die betroffenen Frauen und Männer brauchen und welche Hürden ihnen im Weg stehen. Unser erklärtes Ziel als Stadt Wien ist es, Barrieren abzubauen und mehr Lebensqualität sowie Chancengleichheit für alle zu schaffen", betont Gaal.

FSW lädt Kunden direkt zur Befragung ein

Auch der Fonds Soziales Wien lädt zur Teilnahme an der Befragung ein. Die rund 14.000 FSW-Kundinnen und Kunden der Behindertenhilfe werden direkt kontaktiert. Darüber hinaus werden jene Menschen, die nicht Kunden des FSW sind, über Kooperationspartner, etwa die Psychosozialen Dienste (PSD) und Öffentlichkeitsarbeit über die Möglichkeit zur Teilnahme informiert.

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