Das steckt dahinter

Stadt benennt Hermann-Gmeiner-Park in Wien um

Der Wiener Gemeinderatsausschuss hat beschlossen: Der Hermann-Gmeiner-Park in der Inneren Stadt wird umbenannt. So wird der Park heißen.
André Wilding
08.04.2026, 08:05
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Der Gemeinderatsausschuss für Kultur und Wissenschaft hat die Umbenennung des bisherigen Hermann-Gmeiner-Parks im 1. Bezirk (Innere Stadt) beschlossen. Künftig wird die Anlage den Namen Börsepark tragen. Die Entscheidung fiel einstimmig über die Fraktionsgrenzen hinweg.

"Schwerwiegende Vorwürfe"

"Wir haben auf die neuen Erkenntnisse und die damit verbundenen schwerwiegenden Vorwürfe rasch reagiert und zugleich eine Lösung gefunden, die breit getragen wird. Gerade bei sensiblen Fragen im öffentlichen Raum ist es entscheidend, konsequent zu handeln und dabei einen gemeinsamen Zugang sicherzustellen", so Kultur- und Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler.

Ausgangspunkt war die Neubewertung der bisherigen Benennung im Lichte neuer Erkenntnisse und damit verbundener schwerwiegender Vorwürfe zur Person Hermann Gmeiner. Mit der neuen Bezeichnung wurde ein Name gewählt, der sich am stadträumlichen Kontext orientiert und eine klare Zuordnung im Wiener Stadtgefüge ermöglicht. Der Vorschlag fand bereits auf Bezirksebene breite Zustimmung und wurde in den weiteren Abstimmungen auf Stadtebene mitgetragen, wodurch das Verfahren ohne Verzögerungen abgeschlossen werden konnte.

Rasche Reaktion und strukturiertes Verfahren

Bereits im Zuge der Neubewertung hatte die zuständige Stadträtin die Entfernung der im Park befindlichen Büste Hermann Gmeiners veranlasst und damit zeitnah auf den veränderten Wissensstand reagiert. "Gerade bei Fragen der Erinnerungskultur braucht es einen verantwortungsvollen und sensiblen Zugang. Dazu gehört auch, aktuelle Erkenntnisse ernst zu nehmen und entsprechend zu handeln und unsere Gesellschaft so zu gestalten, dass der Schutz von Kindern und Jugendlichen konsequent mitgedacht wird", betont Kaup-Hasler.

Der Entscheidung ging ein mehrstufiger Prozess voraus: Vorschläge werden zunächst auf Bezirksebene eingebracht und anschließend sowohl von den zuständigen Fachdienststellen als auch vom Unterausschuss für Verkehrsflächenbenennung geprüft und beraten. Den formalen Abschluss bildet der Gemeinderatsausschuss für Kultur und Wissenschaft, der die Benennung beschließt.

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