Österreich

Stadt bestattet Fremde in Familiengräbern

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:06

Stellen Sie sich vor, Sie gehen zum Familiengrab - und dort ist plötzlich ein fremder Name am Grabstein eingraviert. "Keine Seltenheit", weiß Volksanwältin Gertrude Brinek, die jährlich bis zu zehn derartige Beschwerden erhält.

Stellen Sie sich vor, Sie gehen zum Familiengrab – und dort ist plötzlich ein fremder Name am Grabstein eingraviert. "Keine Seltenheit", weiß Volksanwältin Gertrude Brinek, die jährlich bis zu zehn derartige Beschwerden erhält.

Grund: Das Grabnutzungsrecht funktioniert wie ein Mietvertrag, der häufig schon zu Lebzeiten abgeschlossen wird. Stirbt der Inhaber, nimmt er das Benutzerrecht mit ins Grab. An eine Grabsperre wurde meistens nicht gedacht – ein Fremder darf rein rechtlich dazugelegt werden.

"Theoretisch könnte das Tausenden Wienern passieren", so Brinek. "Wir wissen, wer fürs Grab zahlt. Haben wir Kontakt zu Angehörigen, fragen wir nach. Aber nicht immer kennen wir die Meldedaten", verteidigt sich die Friedhofsverwaltung.

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