Das Konzept der Energiegemeinschaft ist nicht neu. Die "Kleine Ökostrom-Novelle 2017" ermöglichte es erstmals, dass mehrere Personen auf einem Grundstück gemeinsam Strom produzieren und verwerten. Ziel ist es nach wie vor, bis 2040 klimaneutral zu werden und bis 2030 österreichweit zu 100 Prozent Ökostrom zu beziehen.
Viele Gemeinden haben sich in den letzten Jahren zu Energiegemeinschaften zusammengeschlossen, Städte forcieren den Ausbau von Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden und drücken so auch die eigenen Ausgaben für Energie.
Die Stadt Tulln zieht dieses Konzept seit 2019 besonders professionell auf und gründete eine Tochtergesellschaft namens "TullnEnergie". In Kooperation mit der Alpen Adria Energie (AAE) tritt man als eigener Stromhändler auf und bietet Energie zu günstigen Konditionen. Dabei sind 65 Prozent der Kunden Einheimische. Der Rest verteilt sich auf ganz Österreich. 3,5 GWh Strom pro Jahr werden dafür auf Tullns Dächern produziert. Das Ziel ist ein massiver Ausbau: 75 GWh pro Jahr sollen es werden.
So konnten auch während der immensen Teuerung günstige Tarife angeboten werden, seitens der Stadt heißt es, dass sich die TullnEnergie trotz sinkender Preise der Großhändler nach wie vor unter den günstigsten Anbietern befindet.
"Es war und ist mir ein großes Anliegen, dass über die TullnEnergie relativ günstig Strom bezogen werden kann. Dieses Angebot existiert nach wie vor, obwohl nun auch zahlreiche andere Stromanbieter ihre Preise gesenkt haben. Darüber hinaus bietet die Tulln Energie reinen Ökostrom an, das entspricht dem Gebot der Stunde im Sinne des Klimaschutzes, um die Welt für die nachfolgenden Generationen lebenswert zu erhalten“, so Bürgermeister von Tulln, Peter Eisenschenk (ÖVP).