Mehr Geld, mehr Personal und kleinere Gruppen: Für diese Forderungen gehen heute, Dienstag, Mitarbeiter der privaten Kindergärten in Wien auf die Straße. Wie berichtet, zieht der Demozug von der Votivkirche (Alsergrund) am Rathaus (City) vorbei bis zum Heldenplatz, wo um 12.50 Uhr die Abschlusskundgebung stattfindet.
Nur einen Tag später wird zumindest ein Teil der Forderungen erfüllt. In der morgigen Sitzung des Wiener Gemeinderates wird eine neue Sonderförderung für private Kindergärten in Höhe von 14,8 Millionen Euro beschlossen. Damit sollen fast 67.000 private elementare Bildungsplätze sowie 10.000 Arbeitsplätze im Bildungssektor "aufgrund der außerordentlichen Belastungen während der Krise" unterstützt werden. Im Vorjahr stellte die Stadt dafür "nur" 5,5 Millionen Euro bereit.
Auch sonst stehen neue Förderungen auf dem Programm. So wird der Gemeinderat etwa ein humanitäres Hilfspaket in Höhe von 429.000 Euro beschließen. Die Mittel gehen an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und an österreichische Nichtregierungsorganisationen. Der Soforthilfe-Beitrag der Stadt Wien zur Linderung der humanitären Krise in der Ukraine ist auch Thema der morgigen Hauptdebatte.
Für ein "Support"-Programm für Frauen, das verschiedene Projekte zum Schutz, zur Beratung und Stärkung von Frauen beinhaltet, gibt die Stadt ein Gesamtvolumen von 600.000 Euro frei. Sieben Projekte werden damit in den Jahren 2022/23 finanziell unterstützt. Mehr "Heu" gibt es auch für die Fiakerpferde: zur Futterunterstützung während des Coronapandemie stellt Wien 75.500 Euro bereit.
Das Thema der "Aktuellen Stunde" bringt diesmal die ÖVP ein. Diskutiert wird dabei die "Teuerungswelle in Wien" und entsprechende Entlastungsschritte.